
Eine Terrasse bauen zu lassen kostet im Schnitt 70 bis 200 Euro pro Quadratmeter – je nach Material, Größe und Untergrund. Bei einer typischen 20-m²-Terrasse entstehen damit Gesamtkosten von rund 2.000 bis 6.000 Euro. Wer die Handwerkerrechnung kennt, kann außerdem bis zu 1.200 Euro Steuerbonus nach §35a EStG geltend machen.
Inhaltsverzeichnis
- Kostenüberblick: Was kostet eine Terrasse bauen lassen?
- Terrassenkosten nach Material im Vergleich
- Terrassenkosten nach Größe (Beispielrechnung)
- Welche Kostenpositionen entstehen beim Terrassenbau?
- Terrassenbau von der Steuer absetzen (§35a EStG)
- 5 Faktoren, die den Preis beeinflussen
- Tipps: So sparen Sie beim Terrassenbau
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Fazit
Was kostet eine Terrasse bauen lassen?
Terrassenbau-Kosten bezeichnen alle Ausgaben, die entstehen, wenn ein Fachbetrieb eine Terrasse plant, das Fundament vorbereitet und den Belag verlegt – inklusive Material und Arbeitszeit.
Die Gesamtkosten hängen maßgeblich vom gewählten Belag ab. Als grobe Orientierung gilt:
| Materialart | Kosten pro m² (inkl. Einbau) | 20 m² Terrasse |
|---|---|---|
| Beton-/Terrassenplatten | 70–100 € | ca. 1.400–2.000 € |
| Holz (Kiefer/Lärche) | 80–140 € | ca. 1.600–2.800 € |
| WPC-Dielen | 90–180 € | ca. 1.800–3.600 € |
| Naturstein (Granit, Sandstein) | 120–340 € | ca. 2.400–6.800 € |
Alle Preise inklusive Arbeitskosten, Fundament und Material. Stand 2026.
Daumenregel: Für eine durchschnittliche Gartenterrasse (20–30 m²) sollten Sie mit 3.000 bis 6.000 Euro rechnen. Anspruchsvollere Ausführungen mit Naturstein oder Dachterrassen-Aufbau können deutlich darüber liegen.
Terrassenkosten nach Material im Vergleich
Steinterrasse (Betonplatten, Pflastersteine)
Steinterrassen bestehen aus Beton- oder Natursteinplatten, die auf einem Kies-Sand-Bett verlegt werden. Sie gelten als günstigste Variante beim Terrassenbau vom Fachmann.
Kosten:
- Material (Betonplatten, einfach): 15–35 €/m²
- Fundament und Unterbau: 25–40 €/m²
- Arbeitskosten (Verlegen, Planieren): 30–60 €/m²
- Gesamt: 70–135 €/m²
Lebensdauer: 20–30 Jahre bei guter Pflege.
Holzterrasse (Douglasie, Lärche, Bangkirai)
Holzterrassen werden auf einer Unterkonstruktion aus Kanthölzern verlegt. Heimische Hölzer wie Lärche oder Douglasie sind günstiger als tropisches Holz (Bangkirai, Cumaru), das jedoch deutlich langlebiger ist.
Kosten:
- Holzdielen (Lärche/Douglasie): 25–55 €/m²
- Unterkonstruktion inkl. Montage: 20–35 €/m²
- Fundament/Betonplatten als Auflager: 15–25 €/m²
- Arbeitskosten: 30–55 €/m²
- Gesamt: 90–170 €/m²
Lebensdauer: 15–25 Jahre (heimisches Holz), 30–50 Jahre (tropisches Holz) – jeweils bei regelmäßiger Pflege.
WPC-Terrasse (Wood-Plastic-Composite)
WPC-Dielen (Wood-Plastic-Composite) kombinieren Holzoptik mit der Pflegeleichtigkeit von Kunststoff: kein Ölen, kein Schleifen, splitterfrei. Deshalb liegen die Materialkosten höher als bei Naturholz, die Folgekosten aber deutlich niedriger.
Kosten:
- WPC-Terrassendielen: 30–60 €/m²
- Unterkonstruktion (Alu-Profile, Clips): 10–20 €/m²
- Fundament und Vorarbeit: 20–40 €/m²
- Verlegen lassen: 25–50 €/m²
- Gesamt: 90–180 €/m²
Lebensdauer: 20–25 Jahre, praktisch wartungsfrei.
Beispiel: Eine 30 m² WPC-Terrasse vom Fachbetrieb kostet einschließlich Fundament und Unterkonstruktion rund 6.000–7.500 Euro.
Naturstein-Terrasse (Granit, Sandstein, Travertin)
Natursteinterrassen gelten als hochwertigste und langlebigste Variante. Granit und Basalt sind extrem witterungsbeständig, aber auch kostenintensiver in Beschaffung und Verlegung.
Kosten:
- Natursteinplatten: 40–150 €/m² (je nach Steinart)
- Fundament und Unterbau: 30–50 €/m²
- Arbeitskosten (exakte Verlegung, Fugen): 50–80 €/m²
- Gesamt: 120–340 €/m²
Lebensdauer: 50+ Jahre – praktisch unbegrenzt bei richtiger Pflege.
Terrassenkosten nach Größe (Beispielrechnun
Die folgende Tabelle zeigt, wie stark die Gesamtkosten mit der Fläche variieren – am Beispiel einer WPC-Terrasse (mittlere Preisklasse, ca. 130 €/m² Gesamtpreis).
| Terrasse Größe | Kosten WPC | Kosten Holz | Kosten Stein |
|---|---|---|---|
| 15 m² | ca. 2.250 € | ca. 1.800 € | ca. 1.400 € |
| 20 m² | ca. 3.000 € | ca. 2.400 € | ca. 1.800 € |
| 25 m² | ca. 3.750 € | ca. 3.000 € | ca. 2.300 € |
| 30 m² | ca. 4.500 € | ca. 3.600 € | ca. 2.700 € |
| 40 m² | ca. 6.000 € | ca. 4.800 € | ca. 3.600 € |
| 50 m² | ca. 7.500 € | ca. 6.000 € | ca. 4.500 € |
Richtwerte auf Basis durchschnittlicher Handwerkerpreise 2026. Regionale Abweichungen möglich.
Welche Kostenpositionen entstehen beim Terrassenbau?
Ein professioneller Terrassenbau umfasst mehrere Leistungsbestandteile, die in der Gesamtrechnung zusammenkommen:
1. Planung (400–1.000 €) Einige Fachbetriebe berechnen Planungskosten separat, andere rechnen sie in den Quadratmeterpreis ein. Bei komplexen Projekten mit Geländeneigung oder Entwässerungsplanung ist eine separate Planungspauschale üblich.
2. Erdarbeiten und Aushub (10–20 €/m²) Je nach Bodenbeschaffenheit muss Erdreich abgetragen und entsorgt werden. Bei felsigem Untergrund oder notwendigen Hanganpassungen steigen diese Kosten erheblich.
3. Fundament und Unterbau (15–50 €/m²) Das Fundament bildet die Basis für eine langlebige Terrasse. Üblich ist ein verdichtetes Kies-Sand-Bett oder Betonauflager. Bei erhöhten Terrassen oder schlechtem Baugrund können Betonstreifenfundamente nötig sein.
4. Material und Belag (15–150 €/m²) Die größte Preisspanne entsteht durch die Materialwahl – von günstigem Beton bis zum edlen Granit.
5. Verlegearbeiten und Montage (25–80 €/m²) Die Handwerkerkosten beinhalten Anfahrt, Vorbereitung, Verlegen, Zuschnitte und Verfugung bzw. Endmontage.
6. Zusatzleistungen (nach Bedarf)
- Entwässerungsrinnen: 30–80 €/lfd. Meter
- Terrassenüberdachung: 1.500–8.000 € je nach Ausführung
- Beleuchtung: 200–1.500 €
- Sichtschutz/Abgrenzung: 300–2.000 €
Terrassenbau von der Steuer absetzen (§35a EStG)
Das ist der Tipp, den viele Hausbesitzer übersehen: Wer eine Terrasse von einem Fachbetrieb bauen lässt, kann die Arbeitskosten steuerlich geltend machen.
Grundlage ist §35a Abs. 3 Einkommensteuergesetz (EStG): Handwerkerleistungen in der selbst genutzten Immobilie — einschließlich dem Anlegen und Sanieren von Terrassen — sind mit 20 % der Arbeitskosten direkt von der Steuerschuld abziehbar.
Die Eckdaten:
- Abzugsfähig: 20 % der Arbeitskosten (Lohn + Fahrtkosten + Maschinenkosten)
- Maximal anrechenbar: 6.000 Euro Arbeitskosten pro Jahr
- Maximale Steuerersparnis: 1.200 Euro pro Jahr
- Nicht absetzbar: Materialkosten (Platten, Dielen, Kies etc.)
- Voraussetzung: Zahlung per Überweisung (keine Barrechnung!), Rechnung mit getrennter Aufstellung von Lohn und Material
Praxisbeispiel: Eine Holzterrasse (30 m²) kostet insgesamt 4.200 €, davon entfallen 1.800 € auf Arbeitskosten. Das Finanzamt erkennt 20 % davon an → 360 € direkte Steuerersparnis.
Wichtig: Die Steuerermäßigung gilt für Renovierung, Modernisierung und Erweiterung bestehender Immobilien. Ein reiner Neubau der Immobilie selbst ist ausgenommen. Wer eine neue Terrasse am bereits bewohnten Haus anlegt, ist begünstigt (Berliner Sparkasse, Handwerkerleistungen steuerlich absetzen).
5 Faktoren, die den Preis einer Terrasse beeinflussen
1. Materialwahl Der größte Kostenhebel. Betonplatten kosten ein Bruchteil von Granit – gleiche Qualität der Handwerksleistung vorausgesetzt.
2. Größe der Fläche Größere Terrassen senken den Quadratmeterpreis, weil Anfahrt und Grundaufwand auf mehr Fläche verteilt werden. Eine 50-m²-Terrasse ist pro m² günstiger als eine 10-m²-Terrasse.
3. Untergrund und Bodenbeschaffenheit Schwieriger Untergrund (Lehmboden, Hang, Fels) erhöht die Erdarbeiten erheblich. Ein ebenes Gelände mit trockenem Sandboden ist ideal.
4. Lage und Region Handwerkerkosten variieren regional stark. In München oder Hamburg fallen die Stundensätze (durchschnittlich 50–80 €/Std.) höher aus als im ländlichen Raum (30–55 €/Std.).
5. Sonderwünsche und Zusatzleistungen Besondere Verlegemuster, Schrägen, Entwässerungsrinnen oder eine gleichzeitige Überdachung treiben den Aufwand nach oben.
Tipps: So sparen Sie beim Terrassenbau
- Mehrere Angebote einholen: Preisunterschiede von 20–30 % zwischen Betrieben sind keine Seltenheit. Mindestens 3 Angebote vergleichen.
- Herbst oder Frühwinter planen: In der ruhigeren Saison bieten manche Betriebe günstigere Konditionen.
- Eigenleistung bei Erdarbeiten: Wenn Sie selbst den Aushub übernehmen, sparen Sie 10–20 €/m².
- Einfache Formen wählen: Rechtwinklige Terrassen ohne viele Ecken und Schnitte sind günstiger als freie Formen.
- Steuerbonus nicht vergessen: Achten Sie darauf, dass die Rechnung Lohn- und Materialkosten getrennt ausweist und überweisen Sie (kein Bar-Rabatt).
- Günstige Saisonmaterialien: WPC-Dielen oder Betonplatten sind im Winterschlussverkauf oft 15–20 % günstiger erhältlich.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was kostet es, eine Terrasse bauen zu lassen?
Die Kosten für eine Terrasse bauen zu lassen liegen im Schnitt zwischen 70 und 200 Euro pro Quadratmeter, abhängig vom Material. Eine typische 20-m²-Terrasse aus Betonplatten kostet rund 1.400 bis 2.000 Euro, eine vergleichbare WPC-Terrasse 1.800 bis 3.600 Euro. Unser Terrassen-Kostenrechner auf profirechner.de berechnet Ihren individuellen Preis in wenigen Sekunden.
Wie viel kostet eine WPC-Terrasse bauen lassen?
Eine WPC-Terrasse lassen kostet inklusive Fundament, Unterkonstruktion und Verlegung rund 90 bis 180 Euro pro Quadratmeter. Für eine 30-m²-Fläche entstehen damit Gesamtkosten von ungefähr 2.700 bis 5.400 Euro. Die Materialkosten für die WPC-Dielen allein liegen bei 30 bis 60 Euro pro Quadratmeter.
Was kostet eine Holzterrasse vom Fachmann?
Eine Holzterrasse vom Fachmann kostet zwischen 80 und 170 Euro pro Quadratmeter, je nach Holzart und Aufwand. Heimische Hölzer wie Lärche oder Douglasie sind günstiger, tropische Hölzer wie Bangkirai langlebiger aber teurer. Für eine 20-m²-Terrasse aus Lärchenholz sind Kosten von 1.600 bis 3.000 Euro realistisch.
Kann man eine Terrasse bauen lassen von der Steuer absetzen?
Ja. Die Arbeitskosten des Fachbetriebs sind nach §35a Abs. 3 EStG mit 20 % direkt von der Steuerschuld abziehbar – maximal 1.200 Euro pro Jahr. Voraussetzung: Zahlung per Überweisung und eine Rechnung mit getrennter Aufstellung von Lohn und Material. Materialkosten (Platten, Holz, Kies) sind nicht absetzbar.
Brauche ich eine Baugenehmigung für eine Terrasse?
In den meisten Bundesländern ist eine Terrasse auf Geländeniveau genehmigungsfrei, solange sie bestimmte Größengrenzen nicht überschreitet und nicht überdacht wird. Erhöhte Terrassen, Terrassen mit Überdachung oder besonders große Flächen können genehmigungspflichtig sein. Fragen Sie zur Sicherheit bei Ihrer Gemeindeverwaltung nach, da die Regelungen je nach Bundesland unterschiedlich sind.
Wie lange dauert der Bau einer Terrasse?
Der Bau einer Terrasse durch einen Fachbetrieb dauert je nach Größe und Material 2 bis 5 Werktage. Erdarbeiten und Fundamentaushärtung können vorab zusätzliche Zeit beanspruchen. Eine einfache Betonplatten-Terrasse (20 m²) ist häufig in 2 Tagen verlegt, aufwendigere Naturstein-Projekte nehmen mehr Zeit in Anspruch.
Wann ist die beste Zeit, eine Terrasse bauen zu lassen?
Grundsätzlich ist Terrassenbau ganzjährig möglich, außer bei Frost (unter 0 °C). Frühjahr und Sommer sind Hochsaison und Wartezeiten bei Betrieben sind länger. Im Herbst arbeiten viele Betriebe günstiger und verfügbarer – ein guter Zeitpunkt, um Kosten zu sparen.
Fazit
Die Kosten für eine Terrasse bauen zu lassen hängen in erster Linie vom Material ab: Einfache Betonplatten starten bereits um 70 Euro pro Quadratmeter, hochwertige Natursteinterrassen können 340 Euro pro Quadratmeter und mehr erreichen. Die goldene Mitte bilden WPC- und Holzterrassen im Bereich von 90 bis 180 Euro pro Quadratmeter — pflegeleicht, langlebig und optisch attraktiv.
Unterschätzen Sie den Steuerbonus nicht: Wer Arbeitskosten von über 1.000 Euro anfallen lässt, sollte die §35a-Abzugsmöglichkeit im Blick haben — bis zu 1.200 Euro zurück vom Finanzamt sind ein realer Vorteil gegenüber dem DIY-Ansatz.
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Weitere hilfreiche Rechner: