Herbert Grönemeyer Frau: Anna Henkel, Josefine Cox und sein spätes Glück

Im November 1998 verlor Herbert Grönemeyer innerhalb von vier Tagen zwei der wichtigsten Menschen in seinem Leben: zuerst seinen Bruder Wilhelm, dann seine Frau Anna. Es ist ein Schicksalsschlag, der sich tief in seine Musik eingeschrieben hat – und der heute noch nachwirkt, wenn seine Songs in deutschen Stadien erklingen.

Wer war Anna Henkel wirklich? Welches Lied hat Grönemeyer für sie geschrieben? Und wie hat er nach all dem Verlust wieder Glück gefunden? Dieser Artikel beantwortet alle Fragen rund um Herbert Grönemeyers Frauen, seine Kinder und die Songs, die daraus entstanden sind.

Schnellübersicht: Grönemeyers Frauen auf einen Blick

Erste FrauZweite Frau
NameAnna Henkel-GrönemeyerJosefine Cox
Kennenlernen1978, am FilmsetGenaues Datum nicht bekannt
Heirat1993Mai 2016
KinderFelix (geb. 1987), Marie (geb. 1989)Sohn (geb. 2019)
Gestorben5. November 1998, London (Brustkrebs, 45 Jahre)

Wer war Anna Henkel – Grönemeyers erste Frau?

Kennenlernen am Filmset 1978

Herbert Grönemeyer und Anna Henkel begegneten sich erstmals 1978 bei den Dreharbeiten zum Film „Uns reicht das nicht”. Beide spielten die Hauptrollen. Grönemeyer selbst beschreibt das erste Aufeinandertreffen als alles andere als Liebe auf den ersten Blick: Ihrer beider Reaktion füreinander war zunächst eher Gleichgültigkeit. Was folgte, war trotzdem eine der prägendsten Liebesgeschichten der deutschen Musikgeschichte.

Anna Henkel: Karriere als Schauspielerin

Anna Brigitte Frieda Henkel wurde am 9. März 1953 in Hamburg geboren und wuchs im gutsituierten Stadteil Pöseldorf auf. Mit 21 spielte sie 1973 die Hauptrolle in Peter Fleischmanns Film „Dorotheas Rache” – ihr Karrieredurchbruch. Der Höhepunkt ihrer Laufbahn folgte kurz danach: eine Rolle in Bernardo Bertoluccis Epos „1900″ (1976) neben Robert De Niro, Gérard Depardieu und Donald Sutherland. Der renommierte Regisseur Claude Chabrol bezeichnete sie damals als das größte Nachwuchstalent Deutschlands.

Anna war nicht nur Grönemeyers Frau, sondern auch künstlerische Mitarbeiterin. An Liedern wie „Nach mir” und „Stand der Dinge” war sie als Texterin beteiligt.

Heirat 1993 und gemeinsame Kinder

Nach mehr als einem Jahrzehnt Beziehung heirateten Herbert und Anna 1993. Zu diesem Zeitpunkt hatten sie bereits zwei Kinder: Sohn Felix (geboren 1987) und Tochter Marie (geboren 1989). Die Familie lebte wechselweise in Berlin und London, zog sich aber nach Annas Krebsdiagnose bewusst aus der deutschen Öffentlichkeit zurück.

Wann und woran ist Grönemeyers Frau gestorben?

Die Brustkrebsdiagnose Anfang der 1990er

Anfang der 1990er Jahre bekam Anna Henkel die Diagnose Brustkrebs. Für die Familie war das ein Schock. Grönemeyer beschreibt diese Phase als eine Zeit, in der das Leben sich fundamental veränderte. Um unbeobachtet zu leben und Anna in Ruhe behandeln zu lassen, zog die Familie nach England.

Annas Mutter war ebenfalls an Brustkrebs gestorben – als Anna 15 Jahre alt war. Diese Geschichte hinter der Geschichte macht den Verlust noch schwerer greifbar.

Der doppelte Schicksalsschlag im November 1998

Am 1. November 1998 starb Grönemeyers Bruder Wilhelm, 44 Jahre alt, an Leukämie. Vier Tage später, am 5. November 1998, starb Anna Henkel-Grönemeyer in London an den Folgen ihrer Brustkrebserkrankung. Sie wurde 45 Jahre alt.

In einer ARD-Dokumentation von 2026 beschreibt Grönemeyer diesen Moment so: Alles kommt zum Stillstand, es ist wie ein Beben, eine große Stille. Und gleichzeitig konnte er sich diese Stille nicht leisten – weil Felix und Marie noch da waren und einen Vater brauchten.

Sein Bruder Dietrich Grönemeyer, Mediziner und Spezialist für Tumorbekämpfung, betreute Anna während ihrer Erkrankung. Er bestätigte damals ihren Tod gegenüber der Presse.

Grönemeyers Rückzug aus der Öffentlichkeit

Nach dem doppelten Verlust zog sich Grönemeyer vollständig zurück. Fast vier Jahre lang trat er nicht auf, gab keine Interviews, veröffentlichte keine Musik. Erst 2000 kehrte er mit einem Konzert mit Philharmonie-Begleitung ins Rampenlicht zurück. Was danach kam, wurde zu einem seiner größten Werke.

Welches Lied hat Grönemeyer für seine verstorbene Frau geschrieben?

Das Album „Mensch” (2002) – Trauer als Antrieb

Im August 2002, vier Jahre nach Annas Tod, veröffentlichte Grönemeyer das Album „Mensch”. Es wurde noch vor dem Erscheinen mit Platin ausgezeichnet – allein aufgrund der Vorbestellungen. Am Ende verkaufte es sich über 3,6 Millionen Mal in Deutschland und ist damit eines der meistverkauften deutschen Alben aller Zeiten.

Das Album ist ein direktes Zeugnis seiner Trauer. Die Texte kreisen um Verlust, Einsamkeit und den langsamen Weg zurück ins Leben. Grönemeyer selbst hat nie einen Hehl daraus gemacht, woher die Energie für dieses Werk kam.

„Der Weg” – eine Ode an Anna

Der Song „Der Weg”, die zweite Single des Albums, gilt bis heute als einer der emotionalsten Songs der deutschen Popmusik. In einem Interview erklärte Grönemeyer dazu: „Der Weg ist eine Ode an meine verstorbene Frau und gleichzeitig auch eine Ode ans Leben.” Die Ballade beschreibt Anna, verarbeitet Erinnerungen an ihr gemeinsames Leben und blickt trotz der Trauer nach vorn.

Das Musikvideo zeigt Grönemeyer auf einer Segelyacht, die gegen Wellen kämpft. Die Wellen stehen für die Schicksalsschläge. Am Ende besteigt er einen Steg, der in den Himmel führt.

„Unbewohnt” und weitere Songs

Das Album enthält noch mehr Spuren seiner Trauer. Der Song „Unbewohnt” handelt direkt von der Einsamkeit nach Annas Tod – dem leeren Haus, dem fehlenden Menschen. Auf „Mensch” zeigt Grönemeyer, wie Trauer aussieht, wenn sie nicht romantisiert, sondern ehrlich verarbeitet wird.

Wer ist Josefine Cox – Grönemeyers neue Frau?

Karriere und Hintergrund

Josefine Cox wurde in Marburg geboren und studierte International Business Management an der Cardiff University in Wales. Danach baute sie über 15 Jahre Erfahrung im Marketing- und Designbereich auf. Heute betreibt sie eine eigene Designberatung und ist Gründerin der gemeinnützigen Spendenplattform „Musik Bewegt”, die Künstler mit sozialen Projekten verbindet – und bei der 100 Prozent der Spenden direkt an die Projekte fließen.

Josefine Cox ist damit keine Unbekannte, die nur durch ihren Mann in der Öffentlichkeit steht. Sie hat sich als eigenständige Unternehmerin einen Namen gemacht.

Die heimliche Hochzeit im Mai 2016

Herbert Grönemeyer und Josefine Cox heirateten im Mai 2016 in einer privaten Zeremonie, nur im engsten Freundes- und Familienkreis. Öffentlich wurde die Hochzeit erst 2018, als Grönemeyer in der österreichischen Radiosendung „Frühstück bei mir” darüber sprach. In der ARD-Dokumentation von 2026 erinnert er sich an den ersten Moment mit Josefine: „Glück ist manchmal wirklich, wenn jemand den Raum betritt, mit dem man nicht wirklich gerechnet hat.”

Den Altersunterschied von über 20 Jahren kommentierte er im Ö3-Interview 2018 trocken: „Sie sieht besser aus als ich.”

Gemeinsames Kind 2019 – Vater mit 62

2019 wurden Herbert Grönemeyer und Josefine Cox Eltern eines gemeinsamen Sohnes. Grönemeyer war zu diesem Zeitpunkt 62 Jahre alt. Das Paar lebt heute zwischen Berlin und London und hält sein Privatleben konsequent aus der Öffentlichkeit heraus. Auch seine erwachsenen Kinder Felix und Marie hätten die neue Beziehung als sehr schön empfunden, erzählt Grönemeyer.

Häufige Fragen zu Herbert Grönemeyer und seiner Frau

Wie alt ist die Frau von Herbert Grönemeyer?

Josefine Cox ist mehr als 20 Jahre jünger als Herbert Grönemeyer, der am 12. April 1956 geboren wurde. Ihr genaues Geburtsdatum hat das Paar nicht öffentlich gemacht.

Wie viele Kinder hat Herbert Grönemeyer?

Herbert Grönemeyer hat insgesamt drei Kinder. Mit seiner ersten Frau Anna Henkel hat er zwei erwachsene Kinder: Sohn Felix (geboren 1987) und Tochter Marie (geboren 1989). Mit seiner zweiten Frau Josefine Cox bekam er 2019 einen weiteren Sohn.

Wann starb Grönemeyers erste Frau?

Anna Henkel-Grönemeyer starb am 5. November 1998 in London an den Folgen einer Brustkrebserkrankung. Sie wurde 45 Jahre alt. Nur vier Tage zuvor war Grönemeyers Bruder Wilhelm an Leukämie gestorben.

Hat Grönemeyer eine neue Frau?

Ja. Herbert Grönemeyer ist seit Mai 2016 mit Josefine Cox verheiratet. Die beiden lernten sich nach dem Tod von Anna Henkel kennen und bekamen 2019 gemeinsam einen Sohn. Grönemeyer hält seine zweite Ehe bewusst privat.

Welches Lied hat Grönemeyer für seine Frau geschrieben?

Das bekannteste Lied, das Grönemeyer seiner verstorbenen ersten Frau Anna gewidmet hat, ist „Der Weg” (2002) vom Album „Mensch”. Er beschreibt es selbst als Ode an Anna und gleichzeitig als Ode ans Leben. Auch der Song „Unbewohnt” auf demselben Album verarbeitet den Verlust direkt.

Wann ist Grönemeyer und seine Frau Bruder gestorben?

Grönemeyers Bruder Wilhelm starb am 1. November 1998 an Leukämie. Seine Frau Anna Henkel starb vier Tage später, am 5. November 1998, an Brustkrebs. Beide wurden jeweils 44 bzw. 45 Jahre alt.

Fazit

Herbert Grönemeyers Geschichte mit den Frauen seines Lebens ist eine Geschichte über Verlust, Stille – und die Rückkehr zur Freude. Anna Henkel hat sein Werk für immer geprägt: durch ihre direkte Mitarbeit an seinen Texten, durch die gemeinsamen Kinder und durch den Schmerz, den ihr Tod in Songs wie „Der Weg” hörbar wurde. Josefine Cox steht für ein zweites Kapitel, das er lange nicht für möglich gehalten hätte.

Grönemeyer selbst hat es einmal so formuliert: Aus dem Verlust kann auch eine Kraft entstehen, weil man mit jemand zusammen und glücklich war. Und genau das hört man, wenn seine Musik läuft.

Quellen: Wikipedia (Anna Henkel-Grönemeyer), Der Tagesspiegel (November 1998), ARD-Dokumentation „Grönemeyer – Alles bleibt anders” (2026), t-online.de (April 2026), desired.de, Wikipedia (Mensch-Album), Songlexikon (Der Weg)

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