
Du planst eine Terrasse und willst wissen, was das wirklich kostet. Nicht die vage Spanne, die überall steht, sondern konkrete Zahlen für dein Material und deine Größe.
Eine Terrasse kostet 2026 zwischen 80 und 300 Euro pro m², inklusive Unterbau und Verlegung. Klingt weit gestreut. Ist es auch. Wer Holz wählt und selbst anpackt, kommt günstiger weg. Wer Naturstein vom Fachmann verlegen lässt, zahlt deutlich mehr. Dieser Ratgeber zeigt dir, welche Preise für welche Variante realistisch sind und wo Luft zum Sparen bleibt.
Was kostet eine Terrasse pro m²? – Schnellübersicht
Wer schnell kalkulieren will, braucht verlässliche Referenzwerte. Die folgende Tabelle zeigt Materialkosten, Unterbau und Verlegung als Gesamtpreis pro m², Stand 2026.
Kostenübersicht nach Material (inkl. Unterbau & Verlegung)
| Material | Kosten pro m² (gesamt) | Besonderheit |
|---|---|---|
| Betonplatten | 80–130 €/m² | günstigste Variante, pflegeleicht |
| Holz (Douglasie / Lärche) | 100–160 €/m² | natürliche Optik, Pflege nötig |
| WPC-Dielen | 90–180 €/m² | pflegeleicht, kein Ölen, langlebig |
| Keramik / Feinsteinzeug | 110–200 €/m² | frostbeständig, sehr stabil |
| Naturstein (Granit, Travertin) | 120–300 €/m² | hochwertig, 50+ Jahre Lebensdauer |
Diese Preise gelten für eine ebene Standardfläche mit Unterbau auf gewachsenem Boden. Erhöhte Terrassen, Hanglage oder anspruchsvolle Muster treiben den Preis nach oben.
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Was kostet eine Terrasse vom Fachmann?
Vom Fachbetrieb bezahlst du für die Arbeitsleistung zusätzlich 40 bis 100 Euro pro m². Bei einer 25-m²-Terrasse macht das 1.000 bis 2.500 Euro allein für die Montage. Gesamtpakete vom Fachmann liegen je nach Material bei:
- Betonplatten auf 25 m²: ca. 2.000 bis 3.250 Euro
- Holzterrasse auf 25 m²: ca. 2.500 bis 4.000 Euro
- WPC auf 25 m²: ca. 2.250 bis 4.500 Euro
- Naturstein auf 25 m²: ca. 3.000 bis 7.500 Euro
Was beeinflusst die Kosten beim Terrassenbau
Vier Faktoren bestimmen am Ende fast immer den Preis.
Material
Das ist der stärkste Hebel. Zwischen Betonplatten und Granit liegt der Materialpreis beim Faktor 5 oder mehr. Nicht nur der Einkaufspreis zählt. Naturstein braucht mehr Zeit beim Verlegen. Das erhöht die Arbeitskosten.
Größe der Fläche
Größere Terrassen sind im Quadratmeterpreis oft etwas günstiger. Anfahrt, Maschinenrüstzeit und Mindestmengen auf Materiallieferungen verteilen sich auf mehr Fläche. Wer von 20 auf 30 m² ausdehnt, zahlt nicht linear mehr.
Unterbau und Fundament
Der Unterbau macht zwischen 20 und 50 Euro pro m² aus und wird in frühen Kalkulationen systematisch unterschätzt. Ohne soliden Unterbau sackt die Terrasse ab. Bei lehmigem Boden oder schlechtem Untergrund braucht es mehr Schotter, Drainage und Aushub. Das sind reale Mehrkosten von 500 bis 1.500 Euro.
Region und Anfahrt
In München oder Stuttgart liegen Handwerkerstundensätze 15 bis 20 Prozent über dem ländlichen Durchschnitt in Ostdeutschland. Regionale Preisunterschiede sind beim Terrassenbau spürbarer als bei Innenprojekten, weil die Arbeitszeiten verhältnismäßig hoch sind.
Was kostet eine WPC-Terrasse?
WPC-Dielen (Wood Plastic Composite) kosten als Material zwischen 30 und 80 Euro pro m², je nach Qualität und Stärke. Inklusive Unterkonstruktion, Fundament und Verlegung durch einen Fachbetrieb landest du bei 90 bis 180 Euro pro m².
WPC braucht kein jährliches Ölen und verwittert deutlich langsamer als klassisches Holz. Die Lebensdauer liegt bei 20 bis 30 Jahren. Wer die gesamte Nutzungsdauer einrechnet, zahlt für WPC oft nicht mehr als für eine heimische Holzterrasse.
Was kostet eine 20 qm WPC-Terrasse? Gesamtkosten liegen zwischen 1.800 und 3.600 Euro, abhängig von Produktqualität und Unterbauaufwand.
Was kostet eine Holzterrasse?
Holzterrassen teilen sich grob in zwei Gruppen auf: heimische Hölzer wie Douglasie oder Lärche einerseits, Tropenholz wie Bangkirai andererseits.
Douglasie und Lärche kosten als Material ca. 25 bis 50 Euro pro m², sind gut verarbeitbar und regional verfügbar. Sie müssen alle ein bis zwei Jahre geölt werden, sonst graut das Holz aus.
Was kostet eine Bangkirai-Terrasse? Bangkirai liegt im Material bei 50 bis 90 Euro pro m². Das Holz ist extrem hart und hält 20 bis 30 Jahre ohne intensive Pflege. Gesamtkosten inklusive Unterbau und Verlegung: 130 bis 220 Euro pro m².
Wer das Ölen scheut, wählt WPC. Wer natürliches Holzgefühl und die günstigere Anschaffung bevorzugt, greift zur Douglasie. Beide Entscheidungen sind sinnvoll, solange sie zum Nutzungsverhalten passen.
Was kostet eine Terrasse pflastern?
Eine gepflasterte Terrasse aus Betonstein oder Feinsteinzeug ist langlebig, frostbeständig und pflegeleicht. Die Kosten unterscheiden sich deutlich:
- Betonpflaster: 15 bis 30 Euro/m² Material, Verlegung ca. 30 bis 50 Euro/m²
- Feinsteinzeug: 30 bis 80 Euro/m² Material, Verlegung 35 bis 60 Euro/m²
- Naturstein (Granit, Kalkstein): 50 bis 150 Euro/m² Material, Verlegung ab 50 Euro/m²
Was kostet eine Terrasse pflastern vom Fachmann? Gesamtkosten für Pflasterarbeiten inklusive Unterbau liegen bei 80 bis 200 Euro pro m², je nach Stein und Verlegemuster. Anspruchsvolle Muster wie Fischgrät kosten im Vergleich zu einfachem Reihenverband bis zu 40 Prozent mehr an Arbeitszeit.
Alles rund um gepflasterte Flächen, Materialvergleiche und aktuelle Preise pro m² findest du in unserem Ratgeber zu Pflasterarbeiten und Kosten.
Was kostet eine 20 qm Terrasse? – Beispielrechnungen
Konkrete Beispiele helfen mehr als pauschale Spannen. Diese Kalkulationen gehen von Standardbedingungen aus: ebener Untergrund, keine Treppenstufen, ebenerdiger Aufbau.
20 qm Terrasse
| Material | Eigenleistung (nur Material + Unterbau) | Fachbetrieb (Gesamtpreis) |
|---|---|---|
| Betonplatten | 1.000–1.800 € | 1.600–2.600 € |
| Holz (Douglasie) | 1.200–2.200 € | 2.000–3.200 € |
| WPC | 1.700–3.000 € | 1.800–3.600 € |
| Naturstein | 2.000–4.500 € | 2.400–6.000 € |
30 qm Terrasse
| Material | Eigenleistung | Fachbetrieb |
|---|---|---|
| Betonplatten | 1.400–2.400 € | 2.400–3.900 € |
| Holz (Douglasie) | 1.800–3.000 € | 3.000–4.800 € |
| WPC | 2.500–4.500 € | 2.700–5.400 € |
| Naturstein | 3.000–6.500 € | 3.600–9.000 € |
40 qm Terrasse
Bei 40 m² sinkt der Quadratmeterpreis leicht, weil Anfahrts- und Rüstkosten stärker verteilt werden. Rechne mit etwa 5 bis 10 Prozent weniger pro m² im Vergleich zu 20 m².
Für eine schnelle und genaue Schätzung deiner individuellen Kosten: Nutze unseren Terrasse-bauen-Kosten-Rechner. Du gibst Fläche, Material und optionale Extras wie Geländer oder Entwässerung ein, und bekommst sofort einen Gesamtpreis.
Was kostet eine überdachte Terrasse?
Eine Terrassenüberdachung ist ein eigenes Bauprojekt und kommt zu den Terrassenkosten dazu. Einfache Holzkonstruktionen mit Polycarbonatplatten beginnen bei 600 Euro bei Selbstmontage. Aluminium-Glas-Überdachungen vom Fachbetrieb kosten 900 bis 1.000 Euro pro m², inklusive Montage.
Eine überdachte Terrasse braucht in vielen Bundesländern eine Baugenehmigung. Bei einer Dachterrasse ist das fast immer der Fall. Den vollständigen Überblick zu Materialien, Preisen und Genehmigungen gibt unser Ratgeber zur Terrassenüberdachung.
Was kostet eine Markise für die Terrasse? Als günstigere Alternative zur festen Überdachung liegt eine kassettierte Markise bei 800 bis 2.500 Euro inkl. Montage. Einfache Kurbel-Markisen gibt es ab 300 Euro.
Wie kann ich beim Terrassenbau Kosten sparen?
Es gibt drei Ansätze, die tatsächlich etwas bringen.
Eigenleistung übernehmen
Wer selbst anpackt, spart 40 bis 60 Prozent der Gesamtkosten. Das klingt verlockend. Drei Aufgaben eignen sich gut für Eigenleistung: der Abriss einer alten Terrasse, einfache Erdarbeiten und das Verlegen von WPC-Dielen mit Klicksystem. Unterbau, Entwässerung und das Verlegen von Naturstein dagegen sollte ein Fachmann machen. Fehler beim Gefälle führen zu Wasserschäden am Haus.
Mehrere Angebote einholen
Preisunterschiede von 30 bis 50 Prozent zwischen Fachbetrieben sind normal. Hol dir mindestens drei Angebote. Achte darauf, dass alle Angebote dieselben Leistungen enthalten: Unterbau, Entsorgung, Anfahrt. Sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen.
Steuerlichen Vorteil nutzen
Wenn du einen Handwerker beauftragst, kannst du die Arbeitskosten nach § 35a Einkommensteuergesetz steuerlich geltend machen. Der Vorteil beträgt bis zu 1.200 Euro pro Jahr. Das Material zählt nicht, nur der Arbeitslohn. Den entsprechenden Nachweis liefert dir der Handwerker mit seiner Rechnung.
Wer die Kosten für das gesamte Grundstück im Blick behalten will, findet in unserem Rechner für Gartenanlage-Kosten eine gute Ergänzung.
Brauche ich eine Baugenehmigung für die Terrasse?
In den meisten Bundesländern brauchst du für eine ebenerdige, offene Terrasse keine Baugenehmigung. Das gilt für den Regelfall: Standardhöhe, direkt am Haus, ohne feste Überdachung.
Eine Genehmigung kann nötig werden, wenn:
- die Terrasse mehr als 1 Meter über dem Gelände liegt (Stelzenterrasse, erhöhte Konstruktion)
- eine feste Überdachung ab einer bestimmten Größe geplant ist
- das Grundstück in einem besonderen Bebauungsplan liegt
- Terrassentrennwände über 2 Meter Höhe errichtet werden
Die Kosten für eine Baugenehmigung liegen je nach Bundesland und Projektgröße bei 100 bis 500 Euro. Im Zweifelsfall: ein kurzer Anruf beim örtlichen Bauamt kostet nichts und gibt Sicherheit.
Häufige Fragen zu Terrassenkosten
Was kostet eine neue Terrasse bauen lassen?
Eine neue Terrasse kostet beim Fachbetrieb im Schnitt 90 bis 180 Euro pro m², alles inklusive. Für 20 m² sind das 1.800 bis 3.600 Euro, für 30 m² entsprechend 2.700 bis 5.400 Euro. Naturstein und besonders anspruchsvolle Terrassen liegen darüber.
Was kostet es, eine Terrasse fliesen zu lassen?
Keramik und Feinsteinzeug gehören zu den beliebtesten Materialien für gepflasterte Terrassen. Material plus Verlegung kosten 55 bis 200 Euro pro m², abhängig vom Plattenformat und der Qualitätsstufe. Große Platten (80 × 80 cm oder 60 × 120 cm) sehen hochwertiger aus, sind im Einkauf teurer, aber schneller verlegt.
Was kostet eine Terrasse auf Stelzen?
Eine Stelzenterrasse wird gebaut, wenn der Untergrund uneben ist oder ein Höhenunterschied zum Hauseingang überbrückt werden muss. Die Konstruktion ist aufwendiger als eine ebenerdige Lösung. Kosten: 120 bis 250 Euro pro m², je nach Höhe und Material. Ab ca. 60 cm Höhe ist in vielen Bundesländern eine Baugenehmigung erforderlich.
Was kostet eine Terrasse neu pflastern?
Wer eine bestehende, beschädigte Pflasterterrasse saniert, zahlt für Abbruch der alten Fläche ca. 15 bis 30 Euro pro m². Das neue Pflastern kostet dann wie bei einer Neufläche 80 bis 200 Euro pro m², je nach Material.
Was kostet eine 20 qm WPC-Terrasse?
Eine 20 m² große WPC-Terrasse kostet vom Fachbetrieb zwischen 1.800 und 3.600 Euro, je nach Dielenqualität und Aufwand für den Unterbau. In Eigenleistung (nur Materialkosten plus Unterkonstruktion) liegst du bei 1.700 bis 3.000 Euro.
Fazit: Was kostet eine Terrasse wirklich?
Drei Dinge bestimmen deinen Preis: Material, Größe und ob du einen Fachmann beauftragst oder selbst mitarbeitest. Betonplatten auf 20 m² sind für unter 2.000 Euro machbar. Naturstein auf 40 m² vom Profi kann 12.000 Euro kosten.
Wichtiger als der günstigste Quadratmeterpreis ist der Unterbau. Eine schlecht entwässerte Terrasse saniert sich in wenigen Jahren selbst, auf deine Kosten. Wer hier nicht spart, hat über viele Jahre die günstigere Lösung.
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