Wer bekommt wie viel Elterngeld — und für wie lange? Mit dem Elterngeld Rechner von Profirechner.de erhalten Sie in wenigen Sekunden eine realistische Schätzung Ihres persönlichen Anspruchs. Einfach Nettoeinkommen, Bezugszeitraum und Variante (Basis-Elterngeld oder ElterngeldPlus) eingeben — fertig.
Elterngeld Rechner
Was ist Elterngeld — und wer bekommt es?
Elterngeld ist eine staatliche Einkommensersatzleistung für Eltern, die nach der Geburt eines Kindes ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen oder reduzieren. Es ersetzt in der Regel 65 bis 67 Prozent des entfallenden Nettoeinkommens — mindestens 300 Euro, höchstens 1.800 Euro monatlich (Basiselterngeld). Anspruchsberechtigt sind alle Elternteile, die ihr Kind selbst betreuen und erziehen und im selben Haushalt leben.
Laut Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ, 2025) beziehen jährlich rund 1,8 Millionen Elternteile in Deutschland Elterngeld.
Wie wird Elterngeld berechnet? So funktioniert der Rechner
Der Elterngeld Rechner ermittelt Ihren voraussichtlichen Anspruch in vier Schritten:
- Bemessungszeitraum bestimmen: Grundlage ist das durchschnittliche Nettoeinkommen der letzten 12 Monate vor der Geburt (Ausnahmen gelten u. a. bei Selbstständigen und Beamten).
- Nettoeinkommen eingeben: Geben Sie Ihr monatliches Durchschnittsnetto ein — der Rechner berücksichtigt automatisch die einkommensabhängige Ersatzrate (65 % bei höherem, 67 % bei mittlerem Einkommen).
- Elterngeld-Variante wählen: Basiselterngeld (bis 14 Monate) oder ElterngeldPlus (bis 28 Monate in halber Höhe, ideal bei Teilzeitarbeit)?
- Sonderfälle berücksichtigen: Geschwisterbonus (+10 %), Partnerschaftsbonus, Mehrlingszuschlag oder geplanter Zuverdienst können direkt eingegeben werden.
Ergebnis: Der Rechner zeigt Ihnen monatliche Auszahlungshöhe, Gesamtbezugsdauer und — falls gewünscht — einen Monatsplan mit Partnermonate-Aufteilung.
Basiselterngeld vs. ElterngeldPlus: Was ist besser?

| Kriterium | Basiselterngeld | ElterngeldPlus |
|---|---|---|
| Bezugsdauer | 12–14 Monate | 24–28 Monate |
| Monatlicher Betrag | Voll (bis 1.800 €) | Hälfte (bis 900 €) |
| Ideal für | Eltern mit vollem Bezug | Teilzeittätige Eltern |
| Kombination möglich? | Ja | Ja (1 Basis = 2 Plus-Monate) |
| Partnerschaftsbonus | Nein | +4 Monate pro Elternteil |
Faustregel: Wer nach der Geburt längere Zeit gar nicht arbeitet, profitiert meist vom Basiselterngeld. Wer früh in Teilzeit zurückkehrt, fährt mit ElterngeldPlus häufig besser — besonders in Kombination mit dem Partnerschaftsbonus.
Elterngeld berechnen: Typische Beispiele

Beispiel 1 — Vollzeitangestellte, 2.500 € Netto
Bei einem Nettoeinkommen von 2.500 Euro monatlich ergibt sich ein Elterngeldanspruch von rund 1.675 Euro pro Monat (67 % Ersatzrate). Bei 12 Monaten Bezug entspricht das einer Gesamtauszahlung von ca. 20.100 Euro.
Beispiel 2 — Teilzeit mit ElterngeldPlus, 1.800 € Netto
Wer in Teilzeit (15–30 Stunden/Woche) zurückkehrt und ElterngeldPlus wählt, erhält ca. 603 Euro monatlich über bis zu 28 Monate. Durch Zuverdienst aus der Teilzeitstelle kann das Familieneinkommen deutlich steigen.
Beispiel 3 — Selbstständige, 3.000 € Netto-Gewinn
Für Selbstständige gilt: Als Bemessungsgrundlage dient der steuerliche Gewinn aus dem letzten vollständigen Steuerjahr vor der Geburt. Bei 3.000 Euro Netto ergibt sich ein Anspruch von rund 1.800 Euro monatlich (Höchstsatz).
📌 Alle Werte sind Schätzungen. Den genauen Bescheid erteilt Ihre zuständige Elterngeldstelle.
Einkommensgrenze beim Elterngeld 2026
Ab einem gemeinsamen zu versteuernden Jahreseinkommen von 175.000 Euro (Paare) bzw. 100.000 Euro (Alleinerziehende) besteht seit 2024 kein Anspruch auf Elterngeld mehr. Diese Einkommensgrenze gilt für das Jahr vor der Geburt. Der Rechner berücksichtigt diese Grenze automatisch.
Elterngeld und Zuverdienst: Was darf ich hinzuverdienen?
Beim Basiselterngeld darf kein Einkommen aus Erwerbstätigkeit hinzukommen, das die Freigrenze von 300 Euro überschreitet — andernfalls wird der Zuverdienst angerechnet und das Elterngeld entsprechend gekürzt.
Beim ElterngeldPlus dürfen Eltern bis zu 32 Stunden pro Woche arbeiten. Der Zuverdienst wird jedoch auf den ElterngeldPlus-Anspruch angerechnet. Unser Elterngeld Zuverdienst Rechner zeigt Ihnen den optimalen Wochenstundenumfang für Ihre Situation.
Wo und wann Elterngeld beantragen?
Elterngeld muss spätestens 3 Monate nach der Geburt beantragt werden (rückwirkend für max. 3 Monate). Zuständig ist die Elterngeldstelle Ihres Bundeslandes — in der Regel beim jeweiligen Jugendamt oder Versorgungsamt.
Benötigte Unterlagen (Checkliste):
- Geburtsurkunde des Kindes
- Bescheinigung des Arbeitgebers über Elternzeit und Entgelt
- Letzte 12 Gehaltsnachweise
- Steuerbescheid (bei Selbstständigen)
- Ggf. Mutterschaftsgeld-Bescheinigung
Tipp: In Bayern, NRW, Baden-Württemberg und anderen Bundesländern können Anträge vollständig online über das Portal ELFE gestellt werden.
Häufig gestellte Fragen zum Elterngeld (FAQ)
Wie viel Elterngeld bekommt man? Das Elterngeld beträgt 65 bis 67 Prozent des letzten Nettoeinkommens vor der Geburt. Der Mindestsatz liegt bei 300 Euro monatlich (auch ohne vorheriges Einkommen), der Höchstsatz bei 1.800 Euro. Bei ElterngeldPlus halbieren sich diese Beträge, die Bezugszeit verdoppelt sich.
Wie lange bekommt man Elterngeld? Basiselterngeld wird für 12 Monate ausgezahlt. Wenn beide Elternteile Elterngeld beziehen, verlängert sich die Bezugszeit um 2 Partnermonate auf insgesamt 14 Monate. ElterngeldPlus verdoppelt die Bezugsdauer auf bis zu 28 Monate.
Wer zahlt das Elterngeld?
Das Elterngeld wird vom Staat finanziert und von der zuständigen Elterngeldstelle des jeweiligen Bundeslandes ausgezahlt — nicht vom Arbeitgeber.
Was ist der Unterschied zwischen Elterngeld und ElterngeldPlus?
Basiselterngeld wird bis zu 14 Monate in voller Höhe gezahlt. ElterngeldPlus läuft doppelt so lange, zahlt aber nur die Hälfte — ideal für Eltern, die früh in Teilzeit zurückkehren. Ein Basiselterngeld-Monat entspricht zwei ElterngeldPlus-Monaten.
Was bekommt man nach dem Elterngeld?
Nach Ablauf des Elterngeldbezugs besteht kein direkter Anschlussanspruch auf Einkommensersatz. Familien mit geringem Einkommen können Kinderzuschlag (KiZ) beim Familienkasse beantragen. Der Anspruch auf Elternzeit besteht unabhängig vom Elterngeld bis zum 3. Geburtstag des Kindes.
Wie lange dauert die Bearbeitung des Elterngeld-Antrags?
Die Bearbeitungsdauer variiert je nach Bundesland und Auslastung der Behörde. In der Regel ist mit einer Bearbeitungszeit von 4 bis 8 Wochen zu rechnen. Bei vollständigen Unterlagen kann es auch schneller gehen.
Wann wird das Elterngeld ausgezahlt?
Die Auszahlung erfolgt monatlich, rückwirkend für den jeweils abgelaufenen Monat. Die erste Zahlung erfolgt nach Bewilligung des Antrags — häufig also gesammelt für mehrere Monate auf einmal.
Wie viel darf man bei ElterngeldPlus dazuverdienen?
Beim ElterngeldPlus ist Teilzeitarbeit bis zu 32 Wochenstunden erlaubt. Das Einkommen wird auf den Auszahlungsbetrag angerechnet: Je mehr Sie verdienen, desto geringer ist der ElterngeldPlus-Anteil. Unser Zuverdienst-Rechner zeigt Ihnen die genaue Auswirkung.
Fazit: Elterngeld jetzt einfach berechnen
Der Elterngeld Rechner 2025 auf Profirechner.de liefert Ihnen in Sekunden eine fundierte Schätzung Ihres persönlichen Anspruchs — ohne Anmeldung, kostenlos und für alle Bundesländer. Ob Basiselterngeld, ElterngeldPlus, Teilzeit oder Zuverdienst: Alle relevanten Faktoren werden berücksichtigt.
Berechnen Sie jetzt Ihr Elterngeld — und planen Sie Ihre Familienzeit mit klaren Zahlen.