Dachsanierung Kosten Rechner 2026 – Was kostet Ihr Dach wirklich?

Die Kosten einer Dachsanierung liegen in Deutschland 2026 zwischen 50 und 560 Euro pro Quadratmeter – je nach Material, Dachform und Sanierungsumfang. Für ein typisches Einfamilienhaus mit 150 m² Dachfläche bedeutet das Gesamtkosten von rund 15.000 bis 84.000 Euro. Mit BAFA-Förderung lassen sich bis zu 12.000 Euro einsparen.

Grundfläche × Neigungsfaktor (ca. 1,2–1,4)
📊 Geschätzte Dachsanierungskosten
— €
— € / m²

Grundfläche in Dachfläche umrechnen – der Neigungsfaktor nach Dachform

Der Rechner oben schätzt die Dachfläche aus der Grundfläche mit einem pauschalen Neigungsfaktor von 1,2 bis 1,4. Für eine erste grobe Zahl reicht das. Für ein Angebot vom Dachdecker nicht: Der rechnet nach Dachform und tatsächlichem Neigungswinkel, nicht nach Pauschale.

Typische Faktoren aus der Praxis:

DachformNeigungsfaktorBeispiel bei 120 m² Grundfläche
Flachdach (0–5°)× 1,05126 m²
Pultdach (15–25°)× 1,20144 m²
Satteldach (30–45°)× 1,35162 m²
Walmdach× 1,40168 m²
Mansarddach / Zeltdach× 1,55186 m²

Die Formel: Dachfläche = Grundfläche × Neigungsfaktor. Ein 120 m² großes Satteldachhaus mit klassischen 35–40° Neigung hat rund 162 m² echte Dachfläche, nicht 120 m². Der Unterschied wirkt sich direkt auf jede €/m²-Kalkulation weiter oben aus. Wer mit der Grundfläche statt der Dachfläche rechnet, unterschätzt die Materialmenge um 20 bis 55 %, je nach Dachform.

Genaue Werte kennt am Ende nur der Dachdecker mit Laser-Aufmaß vor Ort. Bei mehreren Dachneigungen oder Gauben auf demselben Dach reicht die Tabelle nur noch als grobe Orientierung.

Dachsanierung 160 m² – konkretes Rechenbeispiel

Ein Einfamilienhaus mit 160 m² Satteldach, Dachstuhl in Ordnung, Baujahr 1985. Geplant: neue Tonziegeleindeckung plus Aufsparrendämmung. Was kostet das realistisch?

PositionBerechnungKosten
Neue Tonziegel-Eindeckung120 €/m² × 160 m²19.200 €
Aufsparrendämmung (24 cm, U-Wert 0,13 W/m²K)120 €/m² × 160 m²19.200 €
Gerüst, Unterdeckbahn, Lattungpauschal5.200 €
Abriss und Entsorgung alter Eindeckung10 €/m² × 160 m²1.600 €
Brutto gesamt45.200 €
BAFA-Förderung (20 % mit iSFP, max. 60.000 € Basis)20 % × 45.200 €– 9.040 €
Eigenanteil nach Förderung36.160 €

Das ist Mittelwert für Bayern oder Baden-Württemberg. Dieselbe Maßnahme in Sachsen oder Thüringen: ca. 32.000–38.000 € brutto, nach Förderung rund 26.000–30.000 €. Der regionale Unterschied beträgt realistisch 20–30 %.

Flachdach sanieren: Bitumen, EPDM oder Kunststoffbahn?

Ein Flachdach fällt aus der Neigungsfaktor-Logik oben komplett raus. Die Fläche entspricht fast der Grundfläche (Faktor ≈ 1,05), aber die Materialwahl schwankt stärker als bei jeder Steildach-Eindeckung. Drei Bahnentypen dominieren den Markt:

MaterialKosten pro m² (Material + Verlegung)LebensdauerBesonderheit
Bitumenbahn, zweilagig (Schweißbahn)60–100 €20–25 JahreGünstigster Standard, Wartung alle 15–20 Jahre nötig
Kunststoffbahn (PVC/FPO), einlagig90–140 €25–30 JahreLeichter, schnellere Verlegung, UV-beständiger als Bitumen
EPDM-Folie (Kautschukbahn)120–190 €30–50 JahreHöchste Lebensdauer, teuerste Option, kaum Wartung nötig

Das deckt sich im Kern mit der Grobspanne von 80–200 €/m² weiter oben in der Dachform-Tabelle, nur aufgeschlüsselt nach Material. Wer differenziert, sieht: Bitumen ist am günstigsten, hält aber am kürzesten. EPDM kostet fast das Doppelte, muss dafür über 30 Jahre nicht noch einmal saniert werden.

Dachbegrünung obendrauf einplanen? Extensive Begrünung (Sedum, Moos) kostet zusätzlich 40–70 €/m², intensive Begrünung (begehbarer Garten) 100–250 €/m² extra, unabhängig von der gewählten Abdichtungsbahn darunter. In Bundesländern mit Solardachpflicht lohnt sich der Vergleich vorab: PV-Belegung und Dachbegrünung schließen sich auf derselben Fläche meist gegenseitig aus.

Dach dämmen: Aufsparren-, Zwischen- oder Untersparrendämmung?

Das ist die Entscheidung mit dem größten Einfluss auf Kosten, Aufwand und Ergebnis. Die richtige Wahl hängt davon ab, was am Dach sowieso passiert – und ob das Dachgeschoss beheizter Wohnraum ist.

DämmvarianteKosten pro m² (inkl. Montage)Wann sinnvoll?U-Wert erreichbar
Aufsparrendämmung90–150 €Beste Lösung bei gleichzeitiger Neueindeckung. Kein Raumhöhenverlust. BAFA-förderfähig.≤ 0,14 W/(m²K)
Zwischensparrendämmung50–100 €Wenn Dach nicht neu gedeckt wird. Günstigere Option. Oft nicht allein ausreichend für U-Wert 0,14.≤ 0,18–0,24 W/(m²K)
Zwischensparren + Untersparren (kombiniert)70–130 €Wenn alte Sparren nur 12–14 cm tief sind. Kombination erreicht BAFA-Mindeststandard.≤ 0,14 W/(m²K)
Untersparrendämmung30–80 €Nachträgliche Lösung von innen. Reduziert Raumhöhe. Nur als Ergänzung empfohlen.≤ 0,20 W/(m²K)
Einblasdämmung20–50 €Für schwer zugängliche Konstruktionen oder unbeheizten Dachboden. Schnell, günstiger.≤ 0,16 W/(m²K)
Oberste Geschossdecke dämmen20–50 €Wenn Dachboden unbeheizt bleibt. Günstigste energetische Maßnahme überhaupt. GEG-Pflicht seit 2024.≤ 0,14 W/(m²K)

Für die BAFA-Förderung ist ein U-Wert von ≤ 0,14 W/(m²K) nach der Dämmung Pflicht. Alte Sparren mit nur 12 cm Tiefe reichen für eine reine Zwischensparrendämmung nicht aus – in diesem Fall braucht es die Kombination aus Zwischen- und Untersparren oder eine Aufsparrendämmung.

Kosten nach Dachform

Komplexe Dachformen mit Kehlen, Gauben oder mehreren Durchdringungen erhöhen den Arbeitsaufwand deutlich. Als Faustregel gilt: Jede Gaube bedeutet mindestens einen halben Tag Extraarbeit für den Dachdecker.

DachformAufpreis ggü. Satteldach
SatteldachBasispreis (0 %)
Pultdachca. 5–10 %
Walmdachca. 20–30 %
Zeltdach / Mansarddachca. 25–35 %
Dach mit 3+ Gaubenca. 15–25 % zusätzlich
Flachdach (Bitumen/EPDM)separate Kalkulation: 80–200 €/m²

Zusatzkosten, die oft vergessen werden

Fast jede Dachsanierung zieht Posten nach sich, die im ersten Angebot nicht auftauchen. Diese sollten von Anfang an im Budget eingeplant sein.

Gerüst: 8–20 €/m² Dachfläche je nach Gebäudehöhe. Für 150 m² Dach typischerweise 2.000–4.500 €. Wer sowieso Fassadenarbeiten plant: Gerüst kombinieren spart 30–40 %.

Entsorgung alter Eindeckung: 5–15 €/m² für normalen Abriss. Bei asbesthaltigen Wellplatten oder Dachpappe (Gebäude vor 1990): 30–60 €/m² – zusätzlich sind Spezialbetriebe und behördliche Meldung beim Landratsamt Pflicht. Das sollte vor jedem Angebot geklärt werden.

Dachrinnen und Fallrohre: 800–2.500 € für das gesamte Entwässerungssystem, je nach Dachform und Länge.

Dachfenster: 300–1.200 € pro Stück (Material + Einbau), Velux oder Roto im gehobenen Segment deutlich mehr. Bei gleichzeitiger Sanierung immer mit einplanen – der Handwerker ist sowieso vor Ort.

Dachstuhl-Reparatur: 1.500–8.000 € je nach Ausmaß feuchter oder morscher Balken. Vor der Beauftragung immer ein Gutachten einholen – Überraschungen nach Vertragsabschluss sind teuer.

Schornstein: Rückbau 1.000–3.000 €, Sanierung 500–4.000 € je nach Aufwand.

Photovoltaik: PV-Module lassen sich bei laufender Dachsanierung kosteneffizient integrieren. Gerüst und Handwerker sind ohnehin vor Ort. Die Mehrkosten für die Unterkonstruktion fallen deutlich niedriger aus als bei nachträglichem Einbau.

Reparatur oder Komplettsanierung? – So treffen Sie die richtige Entscheidung

Eine Dachinspektion durch einen Fachbetrieb kostet 150–400 € – und kann eine unnötige Komplettsanierung von 30.000 € verhindern. Oder sie stellt fest, dass eine Reparatur die Probleme nur verschiebt.

SituationEmpfehlung
1–5 beschädigte oder verschobene Ziegel nach SturmTeilreparatur (200–800 €)
Verstopfte oder beschädigte DachrinneReparatur (300–1.200 €)
Lokale Undichtigkeit, Dach unter 30 Jahren altAbdichtung der Schadstelle prüfen
Dach älter als 40 Jahre, mehrere undichte StellenKomplettsanierung wirtschaftlicher
Starker Moosbefall auf großer FlächeNeueindeckung, Moos greift Ziegel an
Fehlende oder schlechte Dachdämmung, hohe HeizkostenSanierung inkl. Dämmung – BAFA beantragen
Mehr als 30 % der Ziegel beschädigtKomplettsanierung günstiger als Flicken
Dachstuhl feucht oder morschZimmerer-Gutachten, dann Komplettsanierung

Faustregel: Wenn die Reparaturkosten mehr als 30 % einer Neueindeckung ausmachen würden – sanieren. Die Förderung gibt es nur für die Komplettsanierung mit Dämmung, nicht für Flickarbeiten.

GEG 2026: Wann ist Dachdämmung gesetzlich Pflicht?

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) macht die Dämmung in bestimmten Fällen zur gesetzlichen Pflicht – unabhängig davon, ob der Eigentümer das möchte oder nicht. Das betrifft mehr Hausbesitzer als gedacht.

Pflicht bei Neueindeckung: Wer mehr als 10 % der Dachfläche erneuert, muss gleichzeitig dämmen – auf U-Wert ≤ 0,24 W/(m²K). In der Praxis bedeutet das ca. 16–20 cm Mineralwolle.

Pflicht bei Kauf: Wer ein Gebäude kauft, das vor 2002 gebaut wurde, muss die oberste Geschossdecke oder das Dach innerhalb von zwei Jahren nach Eigentumsübergang dämmen – sofern beides noch ungedämmt ist.

Ausnahmen: Denkmalgeschützte Gebäude und Fälle wirtschaftlicher Unzumutbarkeit. Für beide muss ein schriftlicher Nachweis gegenüber der Baubehörde erbracht werden.

Wer die GEG-Pflicht ignoriert, riskiert Bußgelder und Probleme bei einer späteren Immobilienbewertung. Gleichzeitig eröffnet die Pflicht die Möglichkeit, BAFA-Förderung mitzunehmen – wer sowieso dämmen muss, kann das auch gefördert tun.

Dachsanierung Förderung 2026 – BAFA, KfW und Steuerbonus im Vergleich

Für energetische Dachsanierungen mit Dämmung stehen 2026 drei Förderwege offen. Die Wahl zwischen ihnen hängt von Projektgröße, Einkommenshöhe und davon ab, ob man ein Kredit oder einen direkten Zuschuss bevorzugt.

Weg 1: BAFA-Zuschuss (BEG EM) – der häufigste Förderweg

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude über das BAFA ist für die meisten Dachsanierungen die richtige Wahl. Wer nur das Dach saniert – nicht das ganze Haus – kommt hier am einfachsten zu Geld.

ParameterOhne iSFPMit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP)
Fördersatz15 %20 %
Max. förderfähige Kosten30.000 €60.000 €
Maximaler Zuschuss4.500 €12.000 €
Technische MindestanforderungU-Wert ≤ 0,14 W/(m²K) nach der Dämmung
Energieberater (EEE) erforderlich?Ja – Pflicht
AntragstellungVor Vertragsunterzeichnung über fms.bafa.de
Bearbeitungszeit (Stand 2026)ca. 2–3 Monate Bewilligung, 6–8 Wochen Auszahlung

Rechenbeispiel mit iSFP: Dachsanierung für 45.000 €. Mit Sanierungsfahrplan fördert die BAFA 20 % von max. 60.000 € = 9.000 € Zuschuss. Eigenkosten: 36.000 €. Ohne iSFP: 15 % von 30.000 € = 4.500 €.

Wichtig: Der Antrag muss vor Abschluss des Lieferungs- oder Leistungsvertrags gestellt werden. Ein Planungsvertrag mit Energieberater ist zulässig, ein Werkvertrag mit dem Dachdecker jedoch nicht. Wer zuerst unterschreibt, verliert den Förderanspruch vollständig.

Weg 2: KfW-Ergänzungskredit (Programme 358/359)

Kombinierbar mit dem BAFA-Zuschuss: zinsgünstiger Kredit bis 120.000 € pro Wohneinheit für die gleiche Maßnahme. Für Selbstnutzer mit Haushaltseinkommen bis 90.000 €/Jahr gibt es zusätzlich eine Zinsverbilligung von bis zu 2,5 Prozentpunkten. Das kann sich bei größeren Sanierungen deutlich rechnen.

Weg 3: KfW-Kredit 261 – bei Komplettsanierung zum Effizienzhaus

Wer nicht nur das Dach, sondern gleichzeitig Fassade, Fenster und Heizung saniert und damit einen Effizienzhaus-Standard erreicht, kommt für KfW 261 in Frage. Kredit bis 150.000 € (mit EE-Klasse), Tilgungszuschuss 5–45 % – je besser das Effizienzhaus-Niveau, desto höher der Zuschuss. Das KfW-261-Budget wurde 2026 um fast 60 % reduziert – wer eine Komplettsanierung plant, sollte nicht bis Q4 warten.

Weg 4: Steuerbonus §35c EStG – die Alternative ohne Energieberater

Wer keine Förderung beantragt hat oder für den iSFP keine Zeit war: 20 % der Sanierungskosten können über drei Jahre von der Einkommensteuer abgesetzt werden – maximal 40.000 € Steuerermäßigung pro Wohneinheit (7 %/7 %/6 % über drei Jahre). Kein Energieberater zwingend nötig. Förderung und Steuerbonus lassen sich nicht kombinieren – für Selbstnutzer mit hohem Grenzsteuersatz kann der Steuerbonus bei kleinen Sanierungen unter 15.000 € praktischer sein.

Solardachpflicht 2026: Was Hausbesitzer bei der Dachsanierung beachten müssen

Mehrere Bundesländer haben eine Solardachpflicht eingeführt, die auch bei Dachsanierungen greift. Wer das ignoriert, riskiert die Baugenehmigung oder nachträgliche Auflagen.

BundeslandSolardachpflicht bei SanierungDetails
Nordrhein-Westfalen (NRW)Ja, seit 01.01.2026Bei Vollerneuerung des Daches. progres.nrw fördert PV mit 45 %, max. 20.000 €
Baden-WürttembergJa, seit 2023Mindestens 60 % der geeigneten Dachfläche mit PV belegen
HamburgJa, seit 2023Für Bestandsgebäude bei wesentlichen Dachsanierungen
BerlinJa, seit 2023Für Bestandsgebäude über 50 m² Dachfläche
Schleswig-HolsteinSeit 2024Bei Dachsanierungen an Nicht-Wohngebäuden
Bayern, Sachsen, ThüringenKeine PflichtFreiwillig – EEG-Einspeisevergütung 7,86 ct/kWh (Stand Jan. 2026)

Wer in einem Pflicht-Bundesland saniert und PV sowieso plant: Das Dach ist die teuerste Basis. Sie wird bei der Sanierung ohnehin erneuert. Die PV-Anlage kommt on top – das Gerüst steht schon, der Dachdecker ist ohnehin vor Ort.

Regionale Preisunterschiede: Bis zu 40 % zwischen Ost und West

Das ist kein kleiner Faktor. Der Lohnunterschied zwischen einem Dachdecker in München und einem in Erfurt beträgt realistisch 30–40 % – und macht bei einer 30.000-€-Sanierung schnell 8.000–12.000 € Unterschied aus.

RegionStundenkosten Dachdecker (Endkunde)Preisniveau gesamt
Bayern, Baden-Württemberg65–90 €/h+20 bis +30 % über Bundesschnitt
Hamburg, Berlin60–80 €/h+10 bis +20 %
NRW, Hessen, Niedersachsen50–70 €/hBundesschnitt
Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern40–55 €/h–15 bis –25 %
Sachsen, Thüringen35–50 €/h–20 bis –30 %

Quelle: IG-BAU-Tarif Dachdecker 2024–2026; Stundensatz Dachdecker-Geselle 21,12 €/h (2024), 23,28 €/h ab Oktober 2026. Endkundenpreise beinhalten Materialaufschlag, Gemeinkosten und Gewinn.

Der Baupreisindex für das Gewerk Dachdecken lag im November 2025 bei +4,5 % gegenüber Vorjahr – über dem allgemeinen Baupreisanstieg. Wer die Sanierung aufschiebt, zahlt in der Regel jedes Jahr mehr.

Checkliste: Seriösen Dachdecker erkennen

Bevor die drei Angebote überhaupt eingeholt werden, trennen diese fünf Punkte den seriösen Fachbetrieb vom Bauchgefühl-Angebot:

Vollständige Leistungsbeschreibung im Angebot. Gerüst, Entsorgung und Lattung müssen explizit aufgeführt sein, nicht als “wird erledigt” verklausuliert. Lücken im Angebot werden später zu Nachtragsrechnungen.

Meisterbetrieb oder Innungsmitgliedschaft. Keine gesetzliche Pflicht, aber ein verlässliches Qualitätsindiz. Bei der zuständigen Dachdecker-Innung online prüfbar.

Referenzen mit Kontaktmöglichkeit. Seriöse Betriebe nennen abgeschlossene Projekte und stellen auf Nachfrage den Kontakt zu früheren Kunden her, nicht nur Fotos auf der Website.

Schriftlicher Festpreis nach Vor-Ort-Termin. Ein Angebot per Telefon oder E-Mail ohne Besichtigung ist eine Schätzung, kein Preis. Bei Dacharbeiten mit vielen versteckten Faktoren wie dem Zustand des Dachstuhls oder der Zugänglichkeit verschiebt sich sonst die Rechnung nach oben.

Versicherungsschutz aktiv erfragen. Betriebshaftpflicht und Gewährleistung gehören zum Standard, aber nur, wenn danach gefragt wird. Ein seriöser Betrieb zögert bei der Antwort nicht.

Wer alle fünf Punkte bei mindestens zwei der drei eingeholten Angebote abhaken kann, hat eine solide Auswahl.

Häufige Fragen zur Dachsanierung (FAQ)

Was kostet eine Dachsanierung pro m²?

Die Kosten liegen je nach Umfang zwischen 50 und 560 Euro pro Quadratmeter. Eine einfache Neueindeckung mit Betonziegeln startet ab ca. 50–80 €/m², eine Komplettsanierung inklusive Dachstuhlreparatur und Aufsparrendämmung kann bis zu 560 €/m² kosten.

Was kostet eine Dachsanierung für 160 m²?

Für 160 m² Dachfläche sind realistisch: Reine Neueindeckung ca. 9.600–19.200 €, Eindeckung plus Aufsparrendämmung ca. 28.800–48.000 €, Komplettsanierung mit Dachstuhl ca. 48.000–89.600 €. Mit BAFA-Förderung (bis 20 % mit iSFP) reduziert sich die Eigenleistung entsprechend.

Welche Förderung gibt es für die Dachsanierung 2026?

2026 stehen drei Förderwege offen: BAFA-Zuschuss (15 % ohne iSFP, 20 % mit iSFP, maximal 12.000 € pro Wohneinheit), KfW-Ergänzungskredit 358/359 (bis 120.000 €, kombinierbar mit BAFA) und Steuerbonus §35c EStG (20 % über drei Jahre, max. 40.000 € Steuerermäßigung). BAFA und Steuerbonus schließen sich gegenseitig aus.

Was kostet eine Aufsparrendämmung?

Eine Aufsparrendämmung kostet inklusive Montage 90–150 €/m². Da sie fast immer mit einer Neueindeckung kombiniert wird, entstehen Gesamtkosten von 150–250 €/m². Sie liefert die beste Wärmeeffizienz und ist bei gleichzeitiger Neueindeckung die wirtschaftlichste Dämmlösung.

Was kostet ein Blechdach (Metall)?

Stehfalzblech aus Titanzink oder Aluminium kostet montiert 80–180 €/m². Trapezblech liegt bei 40–80 €/m². Metalleindeckungen halten 50–100 Jahre, sind sturmresistent und für flache Dachneigungen ab 3° geeignet – für moderne und historische Gebäude eine gängige Wahl.

Wann ist Dachdämmung laut GEG 2026 Pflicht?

Laut Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist bei Erneuerung von mehr als 10 % der Dachfläche eine Dämmung auf U-Wert ≤ 0,24 W/(m²K) gesetzlich vorgeschrieben. Das entspricht ca. 16–20 cm Mineralwolle. Ausnahmen: Denkmalschutz und wirtschaftliche Unzumutbarkeit.

Was kostet Dach neu decken ohne Dämmung?

Reine Neueindeckung ohne Dämmung: 50–120 €/m² je nach Material. Für 150 m² sind das 7.500–18.000 €. Beachten Sie: Laut GEG ist bei Erneuerung von mehr als 10 % der Dachfläche eine Dämmung gesetzlich vorgeschrieben.

Was kostet eine Dachsanierung im Altbau?

Altbauten vor 1960 haben oft reparaturbedürftige Dachstühle. Planen Sie 30–50 % mehr als beim Bestandsbau ein. Bei asbesthaltigen Wellplatten (Gebäude vor 1990): 30–60 €/m² Entsorgungskosten extra, plus Spezialbetrieb und behördliche Meldepflicht.

Muss ich bei einer Dachsanierung einen Energieberater einschalten?

Für die BAFA-Förderung ist ein zertifizierter Energieeffizienz-Experte (EEE) Pflicht. Er erstellt die Technische Projektbeschreibung (TPB) und stellt den Antrag. Die Beratungskosten werden zu 50 % gefördert. Ohne Energieberater gibt es keine BAFA-Zuschüsse und keinen iSFP-Bonus.

Was kostet ein neues Dach für ein 200 m²-Haus?

Bei 200 m² Dachfläche sind Gesamtkosten von ca. 10.000 € (einfache Reparatur) bis 112.000 € (Komplettsanierung mit hochwertiger Eindeckung) realistisch. Der Mittelwert für Neueindeckung plus Aufsparrendämmung liegt bei 40.000–65.000 €.

Wie lange dauert eine Dachsanierung?

Ein einfaches Satteldach mit 150 m² wird in 3–7 Werktagen neu eingedeckt. Mit Dämmung dauert es 1–2 Wochen. Komplexere Dachformen oder Dachstuhlreparaturen: 3–4 Wochen. Planen Sie für BAFA-Förderung zusätzlich 2–3 Monate Bearbeitungszeit ein.

Gibt es einen Dachsanierung Förderung Rechner?

Unser Dachsanierung Kosten Rechner berechnet auf Basis Ihrer Eingaben auch das Förderungspotenzial nach BAFA. Alternativ bietet das BAFA-Portal unter fms.bafa.de ein offizielles Tool für die Förderprüfung.

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