Carport selber bauen: Anleitung, Kosten und Materialliste

Carport selber bauen Anleitung

Ein Carport ist ein überdachter, meist an mindestens einer Seite offener Stellplatz für Auto, Wohnwagen oder Fahrrad – die schnellere und günstigere Alternative zur Garage. Wer handwerklich einigermaßen fit ist und ein paar Wochenenden Zeit einplant, baut einen einfachen Holz-Carport ohne fremde Hilfe. Rechne bei einem Standard-Einzelcarport mit 800 bis 2.000 Euro reinen Materialkosten, je nachdem, ob gebrauchtes Bauholz verwendet oder ein fertiger Bausatz gekauft wird. Diese Anleitung führt durch Kosten, Baurecht nach Bundesland, Materialliste und die sechs Bauschritte – inklusive der Fehler, die am Ende teuer werden.

Carport selbst bauen oder Bausatz kaufen?

Die erste Entscheidung fällt, bevor überhaupt ein Brett gekauft wird. Ein Bausatz liefert vorgefertigte, exakt zugeschnittene Teile mit Montageanleitung: zusammenschrauben, was andere schon geplant haben. Der komplette Selbstbau bedeutet dagegen eigene Statik, eigene Zuschnitte, eigene Fehler. Für die einen ist genau das der Reiz an der Sache. Für andere schlicht zu viel Risiko für ein Bauteil, das am Ende jahrelang im Regen steht.

KriteriumBausatzKompletter Selbstbau
KostenMeist 20–40 % über reinem MaterialpreisGünstigster Weg – wenn Zeit statt Geld vorhanden ist
Zeitaufwand1–2 Wochenenden Montage3–5 Wochenenden inkl. Fundament-Standzeit
VorkenntnisseGrundlagen reichen ausGrundwissen in Statik und Zimmerei nötig
GestaltungsfreiheitVorgegebene Maße, wenige VariantenGröße, Holzart und Dachform frei wählbar
StatiknachweisMeist vom Hersteller mitgeliefertSelbst besorgen oder berechnen lassen

Kurz gesagt: Bausatz, wenn eine Standardgröße passt und die Statik nicht selbst berechnet werden soll. Kompletter Selbstbau, wenn das Grundstück eine krumme Sondergröße verlangt oder am Material gespart werden soll.

Was kostet ein Carport zum Selberbauen?

Ein einfacher Holz-Einzelcarport (rund 15 m²) kostet im Selbstbau zwischen 800 und 2.000 Euro Material. Ein Doppelcarport (rund 30 m²) liegt bei 1.800 bis 3.500 Euro. Bausätze aus Alu oder Stahl starten ähnlich, landen aber schnell 30 bis 50 Prozent höher – dafür entfällt der komplette Zuschnitt.

Holz, EigenbauHolz-BausatzAlu-BausatzStahl/MetallMeisterbetrieb (Material + Montage)
Einzelcarport (~15 m²)800–2.000 €1.500–3.000 €1.800–3.500 €2.000–4.000 €3.500–7.000 €
Doppelcarport (~30 m²)1.800–3.500 €2.800–5.000 €3.200–6.000 €3.500–6.500 €6.000–12.000 €
Mit Abstellraum+ 400–1.200 €+ 600–1.500 €+ 800–1.800 €+ 800–1.800 €+ 1.500–3.000 €

Die Preise gelten ohne Fundamentarbeiten. Die schlagen bei vier bis sechs Punktfundamenten mit rund 300 bis 600 Euro zusätzlich zu Buche, je nach Bodenbeschaffenheit und ob der Beton selbst gemischt oder als Fertigmischung geliefert wird. Wird ausnahmsweise doch ein Bauantrag fällig, kommen je nach Bundesland und Kommune weitere 300 bis 1.200 Euro für Gebühren und Bauzeichnung dazu. Wer Trapezblech statt Bitumenschindeln aufs Dach legt, spart nochmal 10 bis 15 Prozent bei der Eindeckung, muss dafür aber mit mehr Regengeräusch leben.

Willst du eigene Zahlen durchrechnen, statt mit Spannen zu arbeiten? Der Carport-Kosten-Rechner berücksichtigt Material, Größe und Bauweise automatisch und gibt eine Summe statt einer Range aus.

Braucht man für einen Carport eine Baugenehmigung?

Die meisten gehen davon aus: ein offenes Dach über vier Pfosten braucht doch keine Genehmigung. Manchmal stimmt das. Manchmal eben nicht – und das hängt fast vollständig vom Bundesland ab, nicht vom Bauwerk selbst.

Genehmigungsfreie Maße nach Bundesland

BundeslandGenehmigungsfrei bisMax. mittlere WandhöheRechtsgrundlage
Baden-Württemberg30 m² (nur Innenbereich)3 mLBO Art. 50 Abs. 1
Bayern50 m²3 m (Grenzlänge max. 9 m je Grenze, 15 m gesamt)BayBO Art. 57 Abs. 1 Nr. 1b
Berlin30 m² (nur Innenbereich)3 mBauO Bln § 61
Brandenburg50 m², innerhalb B-Plan bis 150 m²3 mBbgBO § 61 Abs. 1
Bremen50 m² (nur Innenbereich)3 mBremLBO § 61
Hamburg50 m² je Hauptgebäude (nur Innenbereich)3 mHBauO Anlage 2 zu § 60
Hessen50 m² inkl. AbstellraumHBO Anlage 2 zu § 55
Mecklenburg-Vorpommern30 m² (nur Innenbereich)3 mLBauO M-V § 61
Niedersachsen30 m² (innerhalb Bebauungsplan)NBauO § 60
Nordrhein-Westfalen30 m²3 mBauO NRW § 62
Rheinland-Pfalz50 m²3,2 m (First max. 4 m bei Giebel)LBauO § 62
Saarland36 m² inkl. Abstellraum3 mLBO § 61
Sachsen50 m² (nur Innenbereich)3 mSächsBO § 61
Sachsen-Anhalt50 m² (innerhalb Bebauungsplan)3 mBauO LSA § 60
Schleswig-HolsteinMax. 9 m Länge je Grundstücksgrenze2,75 m, Dachneigung max. 45°LBO § 69 Abs. 1
Thüringen40 m² (nur Innenbereich)3 mThürBO § 60 Abs. 1

Wichtig: Genehmigungsfrei heißt nicht vorschriftenfrei. Abstandsflächen, Bebauungsplan und Nachbarschaftsrecht gelten trotzdem, und einzelne Gemeinden schreiben über ihre Satzung strengere Werte vor als die Landesbauordnung. Im Außenbereich nach § 35 BauGB braucht es in fast jedem Bundesland eine Genehmigung, unabhängig von der Größe. Diese Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung und keine Auskunft des Bauamts – sie zeigt nur, wonach überhaupt gefragt werden muss. Ein kurzes Telefonat mit dem zuständigen Bauamt kostet nichts, ein Rückbaubescheid dagegen schon.

Grenzabstand zum Nachbargrundstück

Der übliche Mindestabstand zur Grundstücksgrenze liegt bei 3 Metern. Viele Landesbauordnungen erlauben aber eine Grenzbebauung ohne Abstand, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind: mittlere Wandhöhe meist auf 3 Meter begrenzt, Gesamtlänge an einer Grenze meist auf 9 Meter gedeckelt (in Bayern zusätzlich 15 Meter über alle Grenzen zusammen). Steht bereits eine Garage an derselben Grenze, zählt deren Länge mit dazu – ein Punkt, der beim nachträglichen Anbau eines Carports gerne übersehen wird. Im Zweifel lohnt sich eine schriftliche Zustimmung der Nachbarn; das erspart Streit, selbst wenn baurechtlich formal nichts dagegenspricht.

Welches Material eignet sich für den Carport-Selbstbau?

Holz, Aluminium oder Stahl – die Wahl entscheidet über Preis, Optik und Wartungsaufwand gleichermaßen.

Carport aus Holz selber bauen

Holz ist der Klassiker beim Selbstbau: leicht zu bearbeiten mit Standardwerkzeug, günstig in der Anschaffung, optisch anpassungsfähig. Der Nachteil: Es will alle paar Jahre nachbehandelt werden, sonst zieht Feuchtigkeit ins Kernholz. Welche Holzart sich eignet und wie die Kesseldruckimprägnierung im Detail funktioniert, steht im ausführlichen Guide → Carport aus Holz selber bauen.

Carport aus Aluminium selber bauen

Aluminium rostet nicht, wiegt wenig und kommt meist als Bausatz mit Stecksystem – praktisch, wenn wenig Zeit für Zimmerei-Feinarbeiten bleibt. Der Nachteil liegt im Preis und in der eingeschränkten Formfreiheit: Sonderzuschnitte sind bei Alu-Profilen aufwendiger als bei Holzbalken.

Carport aus Metall oder Stahl selber bauen

Stahl trägt bei gleichem Querschnitt mehr Last als Holz, braucht dafür Grundierung und Beschichtung gegen Korrosion. Für freitragende Konstruktionen mit großen Spannweiten (siehe unten) ist Stahl oft die einzige praktikable Wahl. Material- und Aufbauvergleich zwischen Alu und Stahl im Detail → Carport aus Metall, Alu und Stahl.

Dacheindeckung im Vergleich

Die Wahl der Wandmaterialien ist die eine Entscheidung, die Dacheindeckung eine ganz andere – und wird in den meisten Ratgebern nur nebenbei erwähnt, statt sie nebeneinander zu stellen.

MaterialKosten pro m²LichtdurchlässigkeitWartungsaufwand
Trapezblech15–25 €KeineSehr gering, nur Anschlüsse und Dichtungen prüfen
Bitumenwellplatten10–18 €KeineGering, alle paar Jahre auf Risse und UV-Schäden prüfen
PVC-/Acrylplatten20–35 €Hoch, oft satiniert gegen BlendungMittel, Algenbildung und Vergilbung möglich
Gründach40–70 € inkl. SubstratKeineHoch, Bewässerung und jährlicher Rückschnitt

Trapezblech ist die langlebigste und günstigste Lösung, dafür bei Regen deutlich lauter als jede andere Option. PVC- und Acrylplatten holen Tageslicht unter den Carport, vergilben aber mit den Jahren sichtbar. Ein Gründach braucht die kräftigste Unterkonstruktion der vier Varianten – die zusätzliche Traglast durch Substrat und Bepflanzung liegt schnell bei 80 bis 150 Kilogramm pro Quadratmeter.

Materialliste: Was du für den Carport-Bau brauchst

Bezugsgröße: freistehender Einzelcarport, 5 x 3 Meter, Holzständerbauweise, Pultdach mit 5 Grad Gefälle.

PositionMengeHinweis
Pfosten KVH 12 x 12 cm4–6 Stück, je 2,6–3,0 mKernholz, kesseldruckimprägniert
Fußpfette/Traufbohle2 x 5 m, 12 x 16 cmTrägt die Sparren
Sparren/Dachbalken6–8 Stück, je 3,2 m, 8 x 16 cmAbstand ca. 70–80 cm
Kopfbänder/Streben8 StückAussteifung gegen Windlast
Pfostenanker, verzinkt4–6 StückAuf Fundament geschraubt, nie einbetoniert
Beton für Punktfundamenteca. 1,8–2,2 m³ (C20/25)4–6 Fundamente, 80 cm Tiefe
Winkelverbinder + Schrauben1 Sortiments-SetFür alle Balkenverbindungen
Dacheindeckungca. 17–18 m²Trapezblech oder Bitumenschindel
Regenrinne + Fallrohr1 Set, 5 m, halbrund 100 mmAn der tieferen Traufseite
Holzschutzlasur5–6 LiterFür zwei Anstriche

Die Mengen sind Richtwerte für die genannte Standardgröße. In Schneelastzone 2 oder 3 wachsen Balkenquerschnitte und Fundamenttiefe spürbar – hier hilft ein Blick in die DIN 1055 oder ein kurzer Anruf beim Statiker, bevor bestellt wird.

Carport selber bauen — Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ein Carport entsteht in sechs Schritten: Standort festlegen, Punktfundamente setzen, Pfosten und Pfetten montieren, Dachkonstruktion aufbauen, Seitenwände oder Sichtschutz ergänzen, zum Schluss das Holz schützen. Der reine Aufbau dauert an einem verlängerten Wochenende – das Fundament braucht vorher aber rund vier Wochen Standzeit, bevor es voll belastet werden darf.

Schritt 1 — Planung und Standortwahl

Maße festlegen, Grenzabstand prüfen, Leitungen im Boden checken – beim Versorger anrufen, nicht raten. Die Firsthöhe am höchsten Punkt der Einfahrt messen, nicht am ebenen Rasen daneben.

Was schiefgehen kann: Standort direkt über einer Abwasserleitung gewählt, ohne vorher beim Bauamt oder Leitungsauskunftsdienst nachzufragen. Nachträgliches Umsetzen kostet spürbar mehr, als die Anfrage vorher gekostet hätte.

Schritt 2 — Fundament setzen

Punktfundamente frostfrei ausheben, meist reichen in Deutschland 80 Zentimeter Tiefe. Welcher Fundamenttyp passt, hängt vom Boden und vom geplanten Aufbau ab:

FundamenttypWann sinnvollVorteilNachteil
Punktfundament (Beton)Standard bei tragfähigem BodenGünstig, bewährt, für die meisten Carports ausreichendRund 4 Wochen Standzeit vor voller Belastung
StreifenfundamentBei Carport mit Abstellraum oder Wänden auf zwei SeitenTrägt durchgehende Wandlasten besserMehr Aushub und Betonvolumen
Erdanker/SchraubfundamentBei tragfähigem, wenig verdichtetem Boden, wenn’s schnell gehen sollSofort belastbar, kein Aushub, reversibelNicht auf jedem Baugrund zulässig, weniger Zugfestigkeit bei starkem Windsog

Schalrohre setzen, ausrichten, Beton einfüllen und verdichten. Pfostenanker vor dem Abbinden exakt im Winkel ausrichten, sonst verzieht sich die ganze Konstruktion später.

Was schiefgehen kann: Zu früh weitergebaut, bevor der Beton seine Festigkeit erreicht hat. Nach etwa einer Woche trägt das Fundament vorsichtige Belastung, die volle Festigkeit ist erst nach rund vier Wochen erreicht. Wer die Pfosten schon nach zwei Tagen aufstellt, riskiert ein Fundament, das sich unter Last minimal setzt – mit schiefen Pfosten als Ergebnis.

Schritt 3 — Pfosten und Balken montieren

Pfosten auf die Anker schrauben, mit Wasserwaage und Richtlatte im Lot ausrichten, vorläufig verstreben. Erst wenn alle Pfosten stehen, die Fußpfetten auflegen und verschrauben.

Was schiefgehen kann: Pfostenanker einbetoniert statt aufgeschraubt. Sieht stabiler aus, sorgt aber dafür, dass Feuchtigkeit ins Holzende zieht – der Pfosten fault nach wenigen Jahren von unten, ausgerechnet an der Stelle, die am schwersten zu kontrollieren ist.

Schritt 4 — Dachkonstruktion

Sparren im geplanten Abstand auf die Pfetten setzen, mit Sparrenpfannen sichern. Mindestens 5 Grad Gefälle einplanen, sonst bleibt Regenwasser auf glatten Dachbahnen stehen.

Was schiefgehen kann: Zu geringes Gefälle bei Flachdach-Optik. Wer unbedingt die flache Linie will, braucht eine wasserdichte Bahn statt einfacher Wellplatten, und mindestens 2 bis 3 Grad Gefälle bleiben trotzdem Pflicht – sonst sammelt sich das Wasser genau über den Pfosten.

Schritt 5 — Seitenwände und Sichtschutz

Lamellen, Bretter oder Rankgitter an ein bis zwei Seiten montieren, je nach Windrichtung und Sichtschutzbedarf.

Was schiefgehen kann: Zu viele geschlossene Wände eingeplant, ohne die baurechtliche Definition zu prüfen. Aus der offenen Garage wird bauordnungsrechtlich schnell ein geschlossenes Gebäude – und damit entfällt die Genehmigungsfreiheit aus der Tabelle weiter oben.

Schritt 6 — Holzschutz, Lasur und Wartung

Nach dem Aufbau alle sichtbaren Holzflächen mit Lasur behandeln, Schnittkanten besonders sorgfältig. Alle drei bis vier Jahre nachstreichen, an der Wetterseite eher öfter.

Was schiefgehen kann: Lasur bei praller Sonne oder unter 10 Grad aufgetragen. Beides verhindert, dass die Lasur richtig einzieht – die Schicht blättert im ersten Winter wieder ab.

Freitragenden Carport selber bauen (ohne Mittelstütze)

Wer zwei Autos nebeneinander unterstellen will, ohne dass ein Mittelpfosten die Durchfahrt blockiert, braucht eine freitragende Konstruktion. Die Last läuft dabei komplett über die Eckpfosten und verstärkte Randbalken. Bei einer Spannweite von 6 Metern und mehr reichen normale Sparrenquerschnitte nicht mehr – üblich sind verstärkte Leimbinder oder Stahlträger, die als Kragarm wirken. Das ist konstruktiv anspruchsvoller als die Standardvariante mit Mittelstütze und in den seltensten Fällen ganz ohne Statiknachweis zu realisieren. Zwar bleibt der Carport bei den meisten Bundesländern trotzdem unter der Flächen-Genehmigungsgrenze aus der Tabelle oben, die größere Spannweite verdient aber vor dem Betonieren eine kurze Rücksprache mit einem Statiker.

Sonderformen: Gründach, Schuppen oder Abstellraum

Ein Gründach macht aus dem Carportdach eine kleine Ausgleichsfläche fürs Regenwassermanagement, verlangt aber die verstärkte Dachkonstruktion aus dem Vergleich oben. Wer stattdessen lieber Stauraum gewinnt, integriert einen Geräteraum an der Rückwand: Ein bis anderthalb Meter Tiefe reichen für Gartengeräte und Fahrräder, ohne die Stellfläche fürs Auto spürbar zu verkleinern. Eine Schiebetür statt eines klassischen Tors spart hier Platz, weil sie nicht in den Bewegungsraum hineinschwenkt – gerade bei knapp bemessenen Grundstücken ein Detail, das den Unterschied macht.

Carport für Wohnwagen, Wohnmobil oder mehrere Autos

Ein Wohnmobil-Carport braucht deutlich mehr Durchfahrtshöhe als die 2,2 bis 2,4 Meter, die für einen normalen Pkw reichen. Üblich sind 3,0 bis 3,2 Meter Firsthöhe, je nach Fahrzeugklasse. Die größere Dachfläche fängt bei Sturm entsprechend mehr Windlast ein, was wiederum kräftigere Pfosten und mehr Verstrebungen verlangt als beim Standard-Pkw-Carport. Ausführliche Maße, Windlast-Faustregeln und Beispielkonstruktionen für Wohnwagen und Wohnmobil → Carport für Wohnwagen und Wohnmobil.

Kostenloser Bauplan als PDF

Für den 5 x 3 Meter Einzelcarport aus dieser Anleitung gibt es die komplette Bauzeichnung mit Maßen, Materialliste und Fundamentplan als PDF – kostenlos und ohne Anmeldung. Bauplan jetzt herunterladen →

Häufig gestellte Fragen

Was kostet ein Carport zum Selberbauen?

Ein einfacher Holz-Einzelcarport kostet im Selbstbau zwischen 800 und 2.000 Euro Material, ein Doppelcarport 1.800 bis 3.500 Euro. Bausätze aus Alu oder Stahl liegen 30 bis 50 Prozent höher.

Braucht man für einen Carport eine Baugenehmigung?

Kommt aufs Bundesland an. Die meisten erlauben Carports bis 30 bis 50 Quadratmeter und 3 Meter Wandhöhe genehmigungsfrei, sofern das Grundstück im Innenbereich liegt. Details in der Bundesland-Tabelle oben.

Welches Holz eignet sich am besten für einen Carport?

Kesseldruckimprägnierte Fichte oder Kiefer sind Standard und deutlich günstiger als Lärche oder Douglasie, die von Natur aus witterungsbeständiger sind, dafür aber im Einkauf mehr kosten.

Wie tief muss ein Carport-Fundament sein?

In den meisten Regionen Deutschlands mindestens 80 Zentimeter, um frostfrei zu liegen. In besonders kalten Lagen oder bei schwerem Lehmboden kann mehr Tiefe nötig sein – die örtliche Frosttiefe erfährt man beim Bauamt oder Statiker.

Ist ein Carport-Bausatz günstiger als der komplette Selbstbau?

In der Regel nicht. Bausätze kosten meist 20 bis 40 Prozent mehr als reines Rohmaterial, dafür entfällt der Zuschnitt und oft auch der Statiknachweis.

Wie lange dauert der Bau eines Carports?

Der reine Aufbau dauert an einem verlängerten Wochenende. Eingerechnet werden muss aber die Standzeit des Fundaments von rund vier Wochen, bevor volle Last aufgebracht werden darf.

Kann man einen Carport ohne Betonfundament bauen?

Ja, mit Erdankern oder Schraubfundamenten – vorausgesetzt der Boden ist tragfähig genug. Bei Sandboden oder hohem Grundwasserstand bleibt Beton meist die sicherere Wahl.

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