Gasheizung umrüsten auf Wärmepumpe: Kosten & Förderung 2026

Gasheizung umrüsten auf Wärmepumpe: Kosten — für ein Einfamilienhaus mit Luft-Wasser-Wärmepumpe zahlen Sie 2026 inklusive Einbau meist 27.000 bis 40.000 Euro. Die KfW-Heizungsförderung (Programm 458) übernimmt davon je nach Fall 30 bis 80 Prozent, gerechnet auf höchstens 28.000 Euro förderfähige Kosten. Bei 32.000 Euro Gesamtkosten bleiben so zwischen 9.600 und 19.120 Euro Eigenanteil. Was bei Ihnen konkret herauskommt, zeigt der Wärmepumpe-Kosten-Rechner.

Stand: 19. September 2026. Berücksichtigt sind die KfW-Reform vom 21. Juli 2026 und das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das seit dem 29. Juli 2026 das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ablöst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gesamtkosten Luft-Wasser-Wärmepumpe inkl. Einbau: meist 27.000–40.000 €
  • Förderung: 30 % Grundförderung + bis zu 16 % Klimageschwindigkeitsbonus + bis zu 40 % Einkommensbonus (max. 70 %, bei niedrigem Einkommen bis 80 %)
  • Förderfähig sind höchstens 28.000 € → maximaler Zuschuss 22.400 €
  • Laufende Kosten: im Schnitt rund 4 € pro m² und Jahr günstiger als Gas
  • Gasliefervertrag und Gasanschluss müssen Sie getrennt kündigen bzw. stilllegen lassen

Inhaltsverzeichnis

  1. Was bedeutet „Gasheizung auf Wärmepumpe umrüsten”?
  2. Was kostet es, eine Gasheizung gegen eine Wärmepumpe zu tauschen?
  3. Kann man eine Gasheizung einfach durch eine Wärmepumpe ersetzen?
  4. Welche Förderung gibt es für den Umstieg von Gas auf Wärmepumpe?
  5. Ist Heizen mit Wärmepumpe billiger als mit Gas?
  6. Was passiert mit dem Gasvertrag und dem Gasanschluss?
  7. So rüsten Sie Ihre Gasheizung auf Wärmepumpe um – Schritt für Schritt
  8. Häufige Fragen zum Umrüsten von Gas auf Wärmepumpe
  9. Fazit

Was bedeutet „Gasheizung auf Wärmepumpe umrüsten”?

Gasheizung auf Wärmepumpe umrüsten heißt, den Gaskessel auszubauen und durch eine Wärmepumpe zu ersetzen, die Umweltwärme mit Strom auf Heiztemperatur bringt. Meist wird sie an die vorhandenen Heizkörper oder Flächenheizungen angeschlossen; Rohrnetz und Speicher werden nur bei Bedarf angepasst.

Was kostet es, eine Gasheizung gegen eine Wärmepumpe zu tauschen?

Der Tausch kostet bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus 2026 in der Regel 27.000 bis 40.000 Euro inklusive Einbau. Bei Erdwärmepumpen mit Sondenbohrung liegen die Kosten deutlich höher. Der ADAC nennt für alle Wärmepumpen-Typen zusammen eine Gesamtspanne von 20.000 bis 50.000 Euro (Stand Sommer 2026).

Wärmepumpen-TypGesamtkosten inkl. Einbau (Einfamilienhaus)Wann sinnvoll
Luft-Wasserca. 27.000–40.000 €Standard im Bestand, keine Erdarbeiten
Sole-Wasser (Erdsonde)ca. 40.000–60.000 €Höhere Effizienz, Bohrung nötig
Spanne über alle Typen (ADAC)ca. 20.000–50.000 €grobe Orientierung

Richtwerte, Stand Sommer 2026. Die Spannen der Anbieter unterscheiden sich je nach Haus, Leistung und Leistungsumfang.

Was steckt im Preis?

  • Wärmepumpe (Gerät): bei Luft-Wasser-Modellen ca. 8.000–16.000 € (ADAC)
  • Speicher und Zubehör: Warmwasser- bzw. Pufferspeicher, Regelung
  • Ausbau und Entsorgung des Gaskessels
  • Heizlastberechnung und hydraulischer Abgleich (für die KfW-Förderung Pflicht, die Kosten sind förderfähig)
  • Elektroinstallation: 400-Volt-Drehstromanschluss, ggf. Zählerschrank und separater Zähler für den Wärmepumpenstrom
  • Außengerät: Fundament, Leitungen, Montage
  • Optional: einzelne Heizkörper tauschen. Thermondo berichtet, dass das bei rund 8 % seiner Wärmepumpen-Kunden nötig war.

Tipp: Angebote von unter 12.000 € für eine komplette Luft-Wasser-Wärmepumpe sollten Sie kritisch prüfen. Häufig fehlen dann hydraulischer Abgleich, Pufferspeicher oder die Unterstützung beim Förderantrag.

Ihre persönlichen Kosten hängen von Wohnfläche, Dämmstandard und Wärmepumpen-Typ ab. Mit dem Kostenrechner für Wärmepumpen erhalten Sie in wenigen Minuten eine Einschätzung für Ihr Haus.

Kann man eine Gasheizung einfach durch eine Wärmepumpe ersetzen?

In vielen Häusern ja: Technisch lässt sich eine Gasheizung oft ohne große Umbauten durch eine Wärmepumpe ersetzen, und rechtlich gibt es weder eine Dämm- noch eine Fußbodenheizungs-Pflicht. „Einfach” ist der Tausch aber nur, wenn ein paar Punkte vorher geprüft sind.

Technische Voraussetzungen

  1. Heizlast und Vorlauftemperatur: Ein Fachbetrieb oder Energieberater ermittelt, wie viel Leistung Ihr Haus braucht und ob die Heizkörper mit niedriger Vorlauftemperatur genug Wärme liefern.
  2. Hydraulischer Abgleich: Er sorgt dafür, dass alle Heizkörper gleichmäßig versorgt werden. Für die KfW-Förderung ist er verpflichtend.
  3. Stromanschluss: Nötig ist ein 400-Volt-Drehstromanschluss. In den meisten Einfamilienhäusern ist er vorhanden, bei älteren Gebäuden sollten Sie das vorab prüfen lassen.
  4. Platz und Schallschutz: Das Außengerät braucht einen geeigneten Standort. Seit dem 1. Januar 2026 fördert die KfW Luft-Wasser-Wärmepumpen nur noch, wenn das Außengerät mindestens 10 dB unter dem EU-Grenzwert bleibt.
  5. Heizkörper: Eine Fußbodenheizung ist nicht nötig. Nach Angaben von Thermondo arbeiten knapp 90 % seiner über 10.000 Wärmepumpen-Kunden ohne sie.

Rechtlich: Seit 29. Juli 2026 gilt das GModG

Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) hat am 29. Juli 2026 das Gebäudeenergiegesetz (GEG) abgelöst. Die 65-Prozent-Regel für erneuerbare Energien beim Heizungstausch entfällt, und niemand muss eine funktionierende Heizung austauschen. Auch neue Gasheizungen bleiben erlaubt. Für sie gilt aber ab 2029 die Bio-Treppe: mindestens 10 % klimafreundliche Brennstoffe ab 2029, 15 % ab 2030, 30 % ab 2035 und 60 % ab 2040.

Was das für Ihre Entscheidung heißt: Der Umstieg ist keine Pflicht, sondern eine Wirtschaftlichkeitsfrage. Sie vergleichen die Wärmepumpe mit dem Weiterbetrieb Ihres Gaskessels oder einer neuen Gasheizung, die künftig teurere Brennstoffe braucht.

Welche Förderung gibt es für den Umstieg von Gas auf Wärmepumpe?

Die Förderung läuft über die KfW (Programm 458, Heizungsförderung für Privatpersonen) als direkter Zuschuss. Er setzt sich aus einer Grundförderung von 30 Prozent und bis zu zwei Boni zusammen. Seit der Reform vom 21. Juli 2026 gelten neue Sätze.

BausteinSatzVoraussetzung
Grundförderung30 %alle Antragsberechtigten
Klimageschwindigkeitsbonus16 % (sinkt ab 01.02.2027)Selbstnutzer; funktionstüchtige Gas-Zentralheizung, mindestens 20 Jahre alt (Gas-Etagenheizung: unabhängig vom Alter)
Einkommensbonus10 / 30 / 40 %Selbstnutzer; gestaffelt nach zu versteuerndem Haushaltseinkommen bis 50.000 €
Effizienzbonus (früher 5 %)entfallenseit 21.07.2026 gestrichen

Förderfähig sind Kosten bis 28.000 Euro für die erste Wohneinheit. Den Einkommensbonus bestimmt der Durchschnitt des zweiten und dritten Kalenderjahres vor der Antragstellung. Ein Familienzuschlag von 10.000 Euro mindert bei minderjährigen Kindern im Haushalt das angesetzte Einkommen. Vermieter erhalten nur die Grundförderung von 30 %, weil beide Boni an die Selbstnutzung gebunden sind.

Rechenbeispiel: Eigenanteil bei 32.000 € Gesamtkosten

Annahmen: Selbstnutzer, Gasheizung mindestens 20 Jahre alt, Luft-Wasser-Wärmepumpe für 32.000 €. Förderfähig sind höchstens 28.000 €, die übrigen 4.000 € zahlen Sie immer selbst.

Zu versteuerndes HaushaltseinkommenFördersatzZuschussEigenanteil
bis 30.000 €86 % rechnerisch → 80 % (gedeckelt)22.400 €9.600 €
bis 40.000 €76 % rechnerisch → 70 % (gedeckelt)19.600 €12.400 €
bis 50.000 €56 %15.680 €16.320 €
über 50.000 €46 %12.880 €19.120 €
über 50.000 €, Gasheizung unter 20 Jahre30 %8.400 €23.600 €

Die Deckelung bei 70 % bzw. 80 % ist in den ausgewerteten Ratgebern einheitlich beschrieben. Verbindlich ist das KfW-Merkblatt 458 — prüfen Sie Ihren Satz vor dem Antrag dort nach.

Wann sinkt der Klimageschwindigkeitsbonus?

Er sinkt ab dem 1. Februar 2027 alle sechs Monate um 4 Prozentpunkte. Maßgeblich ist der Zeitpunkt der Antragstellung:

  • bis 31.01.2027: 16 %
  • ab 01.02.2027: 12 %
  • ab 01.08.2027: 8 %
  • ab 01.02.2028: 4 %
  • ab 01.08.2028: kein Bonus mehr

Wichtig: Stellen Sie den KfW-Antrag vor dem Vorhabenbeginn, also vor Auftragserteilung, sonst entfällt die Förderung. Üblich ist ein Liefer- und Leistungsvertrag mit aufschiebender Bedingung: Er wird erst gültig, wenn die KfW-Zusage vorliegt.

Hinweis Hybridheizung: Behalten Sie den Gaskessel dauerhaft als Spitzenlast-Kessel, kann das den Klimageschwindigkeitsbonus gefährden. Klären Sie das vor dem Antrag mit Ihrem Energie-Effizienz-Experten.

Ist Heizen mit Wärmepumpe billiger als mit Gas?

In den meisten Fällen ja. Laut Ariadne-Report 2026 liegen die Heizkosten mit Wärmepumpe im Schnitt bei 12,20 € pro Quadratmeter und Jahr, mit Gasheizung bei 16,20 €. Ein Effekt der hohen Effizienz: Die Wärmepumpe erzeugt aus einer Kilowattstunde Strom mehrere Kilowattstunden Wärme.

Jahresarbeitszahl (JAZ): Sie sagt, wie viele Kilowattstunden Wärme eine Wärmepumpe pro Kilowattstunde Strom liefert. Bei JAZ 4 werden aus 18.000 kWh Heizenergie nur rund 4.500 kWh Strom.

Beispiel: 130 m² EinfamilienhausGasheizungWärmepumpe
Kosten pro m² und Jahr16,20 €12,20 €
Betriebskosten pro Jahr2.106 €ca. 1.586 €
Ersparnis pro Jahrca. 520 €
Ersparnis über 20 Jahreca. 10.400 €

Quelle: Ariadne-Report 2026 (über Aroundhome); Wärmepumpen-Kosten und Ersparnis über 20 Jahre rechnerisch aus den Durchschnittswerten abgeleitet.

Andere Modellrechnungen kommen auf höhere Werte: Thermondo nennt rund 730 € Ersparnis pro Jahr für eine vierköpfige Familie, vind.de rund 872 €. Die Unterschiede entstehen durch die angenommenen Strom- und Gaspreise, Hausgröße und Effizienz.

Warum der Vorteil eher wächst

  • CO₂-Preis: Bis einschließlich 2026 liegt er laut co2online zwischen 55 und 65 € pro Tonne, danach soll er sich frei am Markt bilden. Ab 2027 sind deutlich höhere Mehrkosten für Gasheizungen zu erwarten.
  • Netzentgelte und Bio-Treppe: Steigende Gasnetzentgelte und der wachsende Anteil teurer klimafreundlicher Brennstoffe belasten Gasheizungen zusätzlich. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hält in einer Modellrechnung eine mehr als verdoppelte Kostenbelastung bis 2045 für möglich (zitiert von Thermondo).
  • Eigener Solarstrom: Mit Photovoltaik und Energiemanagement lassen sich die Stromkosten der Wärmepumpe deutlich senken.

Wann amortisiert sich der Umstieg?

Die Amortisationszeit ist die Mehrinvestition geteilt durch die jährliche Ersparnis. Beispiel: Angenommen, die Wärmepumpe kostet nach Förderung 7.000 € mehr als ein neuer Gaskessel. Bei 520 € Ersparnis pro Jahr amortisiert sie sich nach rund 13,5 Jahren, bei 730 € nach rund 9,6 Jahren. Die Lebensdauer einer Luft-Wasser-Wärmepumpe liegt bei 15 bis 20 Jahren.

Rechnen Sie mit Ihren eigenen Werten im Wärmepumpe-Kosten-Rechner.

Was passiert mit dem Gasvertrag und dem Gasanschluss?

Beim Umstieg auf eine Wärmepumpe endet Ihr Gasvertrag nicht automatisch. Sie müssen zwei getrennte Verhältnisse regeln: den Gasliefervertrag mit Ihrem Versorger und den Netzanschluss beim Netzbetreiber. Die Kündigung des einen beendet das andere nicht.

Gasliefervertrag kündigen

  • Grundversorgung: jederzeit mit zwei Wochen Frist kündbar.
  • Sondervertrag: Es gelten Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist aus Ihren Vertragsunterlagen. Erhöht der Anbieter die Preise, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht.
  • Timing: Legen Sie das Vertragsende so, dass es mit der Inbetriebnahme der Wärmepumpe zusammenfällt, damit keine Heizlücke entsteht. Fordern Sie eine schriftliche Kündigungsbestätigung an.
  • Gasherd oder Kamin: Nutzen Sie weiter Gas zum Kochen, entscheidet das darüber, ob Sie den Anschluss behalten.

Gasanschluss stilllegen

Der Netzbetreiber kann den Anschluss pausieren, stilllegen oder zurückbauen. Beim Pausieren bleibt er betriebsbereit, dafür verlangen manche Betreiber eine Vorhaltepauschale (die Verbraucherzentrale nennt als Beispiel etwa 100 € im Jahr). Lassen Sie bei einer Stilllegung auch den Gaszähler entfernen, damit keine Grundgebühren weiterlaufen.

Was kostet die Stilllegung?

Die Kosten reichten bisher von kostenlos bis zu drei- oder vierstelligen Beträgen; die Verbraucherzentralen berichten von Fällen mit teils hohen Forderungen. In einem Fall waren es 965 € beim Netzbetreiber EWE Netz. Das Oberlandesgericht Oldenburg (Az. 6 UKl 2/25) entschied Ende 2025, dass Netzbetreiber Stilllegungskosten nicht auf § 9 der Niederdruckanschlussverordnung (NDAV) stützen können; das Urteil war zunächst nicht rechtskräftig. Die Bundesregierung hat zudem einen Gesetzentwurf zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) eingebracht, nach dem Netzbetreiber im Niederdruckbereich keine Kostenerstattung für die Außerbetriebnahme verlangen dürfen. Nach Stand der Verbraucherzentrale vom Mai 2026 war er noch nicht in Kraft.

Praxistipp: Fragen Sie den Netzbetreiber vor der Kündigung schriftlich nach den Kosten. Fordert er Geld, lassen Sie sich von Ihrer Verbraucherzentrale beraten.

So rüsten Sie Ihre Gasheizung auf Wärmepumpe um – Schritt für Schritt

  1. Heizlast und Gebäude prüfen: Fachbetrieb oder Energieberater ermittelt Heizlast, Vorlauftemperatur, Stromanschluss und Platz für das Außengerät.
  2. Förderweg klären: Alter des Gaskessels, Selbstnutzung und Einkommensnachweis (Steuerbescheide) bestimmen Ihren Fördersatz.
  3. Angebote vergleichen: Achten Sie auf ein Gesamtpaket mit hydraulischem Abgleich, Speicher, Demontage des Gaskessels und Hilfe beim Antrag.
  4. Bestätigung zum Antrag einholen und Vertrag schließen: Der Vertrag enthält die vorgeschriebene Förderbedingung (aufschiebende Bedingung) und ein voraussichtliches Umsetzungsdatum.
  5. KfW-Antrag stellen: Online im Portal „Meine KfW”, zwingend vor Vorhabenbeginn.
  6. Umbau durchführen: Gaskessel raus, Wärmepumpe rein. Bei Luft-Wasser-Geräten dauert die Installation meist 3 bis 5 Arbeitstage.
  7. Nachweis und Auszahlung: Nach dem Umbau erstellt der Fachbetrieb die Bestätigung nach Durchführung. Mit Rechnungen im Portal hochgeladen, überweist die KfW den Zuschuss.
  8. Gasvertrag kündigen und Anschluss stilllegen lassen: Kündigung zeitlich mit der Inbetriebnahme abstimmen, Stilllegung separat beim Netzbetreiber beantragen.

Häufige Fragen zum Umrüsten von Gas auf Wärmepumpe

Was kostet es, eine Gasheizung gegen eine Wärmepumpe zu tauschen?

Der Tausch kostet 2026 bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus meist 27.000 bis 40.000 Euro inklusive Einbau. Nach dem KfW-Zuschuss (Programm 458) bleiben bei 32.000 Euro Gesamtkosten je nach Einkommen und Alter der Gasheizung zwischen 9.600 und 19.120 Euro Eigenanteil.

Kann man Gasheizung einfach durch Wärmepumpe ersetzen?

In vielen Häusern ja, denn eine Wärmepumpe lässt sich oft an vorhandene Heizkörper anschließen. Voraussetzung sind eine Heizlastberechnung, ein hydraulischer Abgleich, ein 400-Volt-Anschluss und Platz für das Außengerät. Eine gesetzliche Pflicht zum Dämmen oder zur Fußbodenheizung besteht nicht.

Ist Heizen mit Wärmepumpe billiger als mit Gas?

Ja, in den meisten Fällen. Laut Ariadne-Report 2026 liegen die Heizkosten mit Wärmepumpe im Schnitt bei 12,20 Euro pro Quadratmeter und Jahr, mit Gas bei 16,20 Euro. Bei 130 Quadratmetern sind das rund 520 Euro Ersparnis jährlich, Tendenz steigend durch höhere CO₂-Kosten auf Gas.

Was passiert mit Gasvertrag bei Umstieg auf Wärmepumpe?

Der Gasliefervertrag endet nicht automatisch, Sie müssen ihn selbst kündigen: in der Grundversorgung mit zwei Wochen Frist, im Sondervertrag nach den Vertragsbedingungen. Der Gasanschluss beim Netzbetreiber ist ein separates Verhältnis und muss extra stillgelegt werden, sonst können Grundgebühren weiterlaufen.

Bekomme ich die Förderung auch, wenn meine Gasheizung jünger als 20 Jahre ist?

Ja, die Grundförderung von 30 Prozent gibt es unabhängig vom Alter. Den Klimageschwindigkeitsbonus von 16 Prozent erhalten Selbstnutzer bei Gas-Zentralheizungen aber nur, wenn der Kessel funktionstüchtig und mindestens 20 Jahre alt ist. Der Einkommensbonus hängt vom zu versteuernden Haushaltseinkommen ab.

Wann sinkt die Förderung für den Heizungstausch?

Der Klimageschwindigkeitsbonus (derzeit 16 Prozent) sinkt ab dem 1. Februar 2027 halbjährlich um 4 Prozentpunkte und entfällt bei Anträgen ab dem 1. August 2028. Maßgeblich ist der Zeitpunkt der Antragstellung. Wer 2026 beantragt, sichert sich den vollen Bonus.

Fazit

Gasheizung umrüsten auf Wärmepumpe: Die Kosten sind mit 27.000 bis 40.000 Euro vor Förderung hoch, der Eigenanteil sinkt durch den KfW-Zuschuss aber je nach Einkommen und Kesselalter auf rund 9.600 bis 23.600 Euro (bei 32.000 Euro Gesamtkosten). Die laufenden Kosten liegen im Schnitt unter denen einer Gasheizung, und der Abstand dürfte mit steigendem CO₂-Preis und der Bio-Treppe wachsen. Seit dem GModG ist der Umstieg keine Pflicht mehr, sondern eine Rechenaufgabe, bei der die Förderung bis Ende 2026 am höchsten ist.

Nächster Schritt: Ermitteln Sie mit dem Wärmepumpe-Kosten-Rechner von Profirechner, was der Umstieg bei Ihnen kostet, und holen Sie danach mindestens zwei Angebote ein.

Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine Energie- oder Rechtsberatung. Fördersätze und Fristen können sich ändern; verbindlich sind die Angaben der KfW.

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